Projekt: „VKJ Essen is(s)t für Kinder“

Gemeinsame Sache: Bożena Dygas, Chefin von „Haus Luttropp“ in Freisenbruch, und VKJ-Geschäftsführer Oliver Kern.
Gemeinsame Sache: Bożena Dygas, Chefin von „Haus Luttropp“ in Freisenbruch, und VKJ-Geschäftsführer Oliver Kern.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Bożena Dygas, die Chefin von „Haus Luttropp“ in Freisenbruch, nimmt mit ihrer Gaststätte teilan der Aktion, bei der Geld für die gute Sache zusammenkommen soll.

Essen-Freisenbruch..  Das „Haus Luttropp“ an der Rodenseelstraße 207, ganz tief im Herzen von Freisenbruch. Jede Menge Charme und freundliche Atmosphäre, und auf der Speisekarte steht das, was man gemeinhin als „gutbürgerliche Küche“ bezeichnet. Kurzum: Urgemütlich, dieses Gasthaus, das seinen Namen wahrlich verdient hat. Am Sonntag auf den Tag vor zwei Jahren, da übernahm Bożena Dygas die Geschäfte im „Haus Luttropp“, die Barbara, wie die meisten Gäste sie nennen. Sie ließ das Haus wieder aufleben, riss alle Fenster auf und sorgte dafür, dass frischer Wind durch die etwas angestaubten Räume fegte.

Bożena Dygas weiß, was ihre Gäste erwarten – und sie hat ein Herz für Kinder. Denn als Oliver Kern in seiner Funktion als Geschäftsführer des VKJ um die Ecke kam, des vor allem in Essen aktiven Vereins für Kinder- und Jugendarbeit in sozialen Brennpunkten, da war sie sofort Feuer und Flamme. Im „Haus Luttropp“, bislang einzigartig für Freisenbruch, da „is(s)t man jetzt auch für Kinder“. Schmeckt gut, tut gut – und hilft gut.

Andere Art des Spendens

Genau geht’s um eine neue Art des Spendens. Betreiber eines Restaurants, einer Gaststätte oder eines Biergartens bieten ihren Gästen die Möglichkeit, für den VKJ zu spenden – und das mit minimalem Aufwand. Teilnehmende Häuser erhalten kostenfrei Werbematerial wie Flyer, Tischaufsteller oder Türaufkleber und Infos für die Speisekarten, wodurch den Gästen das Spendenprojekt „VKJ Essen is(s)t für Kinder“ erklärt wird. Der Inhaber oder Geschäftsführer stellt seine Kasse so ein, dass der Posten als Einnahme verbucht wird – oder er stellt eine Spendendose auf. Wer ein „VKJ Essen is(s)t für Kinder“-Essen ordert, spendet mindestens einen Euro (oder gerne auch mehr) und unterstützt damit den guten Zweck.

„Mich hat das Konzept sofort überzeugt. Es gibt so viele arme Kinder hier im Stadtteil, aber auch in der gesamten Stadt, da muss man doch einfach etwas tun.“ Für Bożena Dygas war direkt klar, dass sie das Angebot unterstützt, zumal sie so gut wie keinen Arbeitsaufwand mit der Spendenaktion hat. „Ich habe die Tischaufsteller vom VKJ bekommen und stelle eine Spendendose auf. Man sollte bei einem schönen Essen an die denken, denen es nicht so gut geht.“

VKJ-Geschäftsführer Oliver Kern bestätigte zudem erneut, was mit den Geld geschieht. „Der Erlös geht ohne Abzüge in unsere Projekte. Der VKJ betreut über 1000 Kinder in 17 Kinderhäusern in Essen und Mülheim und finanziert alle Projekte ausschließlich über Spendengelder. Dadurch sichern wir etwa unser SoNaRe-Projekt, die musikalische Frühförderung, die wir für jedes Kind anbieten. Langfristig profitieren die Kinder von jedem Euro, der hier gesammelt wird.“

Dass es nun einen Partner auch in Freisenbruch gibt, freut Kern ganz besonders, schließlich hat er dort mehrere Jahre das VKJ-Kinderhaus „Kleine Füße“ an der Märkischen Straße geleitet. Das Konzept für „VKJ Essen is(s)t für Kinder“ hatte Kern zwei Jahre lang in der Schublade liegen. „Im letzten Jahr haben wir mit Hans-Hubert Imhoff dann einen Schirmherrn gefunden und konnten das Projekt starten.“

Hans-Werner Scherer vom Bootshaus „Ruhreck“, seit Ende September dabei, hat bereits Kassensturz gemacht: Über 300 Euro wurden in den vier Monaten gespendet.

Im Mai 2014 wurde das Projekt „VKJ Essen is(s)t für Kinder“ offiziell gestartet. Erster teilnehmender Gastronom und Schirmherr ist Hans-Hubert Imhoff („Parkhaus Hügel“, Werden). Mit dabei bislang: das „Bootshaus Ruhreck“ in Steele sowie das „Istra“ und das „Lorenz“ an der Rüttenscheider Straße.