Politiker befürchten Verkehrschaos

Der Asphalt der Eisenbahnbrücke an der Rodenseelstraße soll im Sommer erneuert werden. Das sorgt bei den Politikern vor Ort für Kopfzerbrechen.Foto
Der Asphalt der Eisenbahnbrücke an der Rodenseelstraße soll im Sommer erneuert werden. Das sorgt bei den Politikern vor Ort für Kopfzerbrechen.Foto
Foto: Knut Vahlensieck
Was wir bereits wissen
Stadt will die Rodenseelbrücke im Sommer erneuern. Starten dann auch die Pflasterarbeiten in Kray, sind beide Nord-Süd-Routen im Essener Osten dicht.

Essen-Leithe/Essener Osten..  Im Großraum Steele-Kray-Leithe kann man sich neben den Kanalarbeiten an der Wattenscheider Straße auf weitere Baustellen und Umleitungen gefasst machen. Die Stadt will im Sommer die Fahrbahn der Brücke Rodenseelstraße über die Bahngleise rund zehn Wochen lang sanieren und den Verkehr nur noch einspurig laufen lassen. Außerdem erwarten die Politiker vor Ort die Straßenarbeiten auf der Krayer Straße nördlich der Brückenplatte. Sie befürchten ein Verkehrschaos.

„Muss denn wieder alles gleichzeitig passieren?“, fragt etwa Norbert Fischeder, Sprecher der SPD in der Bezirksvertretung VII. In der kommenden BV-Sitzung am Dienstag, 10. Februar, wird er mit den Kollegen über die Rodenseelbrücke sprechen, knapp 14 Tage später soll der Bauausschuss grünes Licht geben. Doch bevor Fischeder und CDU-Sprecher Klaus-Dieter Feige ihr Okay geben, sind vor Ort allerhand Fragen zu klären. Denn auch Feige meint: „Alles zusammen wird nicht funktionieren.“

Vereinfacht gesagt geht es um ein Kappen der Verkehrswege zwischen Kray/Leithe/Freisenbruch/Steele südlich der A 40 und Schonnebeck/Katernberg/Gelsenkirchen-Rotthausen nördlich der A 40 – Essens östliche Nord-Süd-Verbindungen. Die heißen Krayer Straße oder alternativ Rodenseelstraße/Korthover Weg. Auf der Krayer Straße steht das Ende des maroden Pflasters hinter der Brückenplatte eigentlich schon seit den Herbstferien 2014 an, doch die Stadt musste ein zweites Mal ausschreiben. Die Politiker rechnen mit einem Beginn in diesem Jahr, haben aber noch kein Start-Datum. Fällt dies in den generell bevorzugten, weil verkehrsarmen Sommer, wird es eng für die Autofahrer.

Dann wären beide Nord-Süd-Strecken zur gleichen Zeit verengt, bzw. dicht. Und selbst wenn man Rodenseelbrücke und Krayer Straße nicht im gleichen Zeitraum abarbeitet, gibt es ein weiteres Pro-blem: ihre Verbindung in Ost-West-Richtung, die Wattenscheider Straße. Seit Ende des Jahres tauschen die Stadtwerke dort die Kanäle aus. Fischeder: „Die Straße kann man nicht mehr komplett durchfahren. Schon jetzt gibt es Umgehungs-Staus auf der Rodenseelstraße.“

Er fürchtet, dass die Baustellen dort erheblich mehr Zeit brauchen als bis zum prognostizierten Frühsommer. Auch Feige hat Bedenken: „Wir wissen nicht, wann die Wattenscheider fertig ist. Gibt es Verzögerungen, dann schaut der Autofahrer buchstäblich in die Röhre.“ Nämlich auf dem Weg zur baustellenfreien Alternativestrecke, entweder der Krayer Route oder der Rodenseel-Strecke.

Die CDU will bremsen: „Wir werden sicher fordern, erst die Wattenscheider Straße fertig zu stellen, bevor man mit der Rodenseelbrücke beginnt“, kündigt Feige an. Fischeder wird ihm da sicher nicht widersprechen, ärgert sich aber über verpasstes Timing: „2012/’13 hat man noch die gesamte Rodenseelstraße erneuert, sie war ein Jahr lang fast nicht befahrbar. Warum kümmerte man sich dann nicht auch gleich um die Brücke?“