Oststadt-Hallenbad: Wiedereröffnung kommt an

Fit wie ein Turnschuh: Manfred Kossler ist 75 und kommt regelmäßig aus Burgaltendorf, um am Schultenweg in Freisenbruch die Kacheln zu zählen.
Fit wie ein Turnschuh: Manfred Kossler ist 75 und kommt regelmäßig aus Burgaltendorf, um am Schultenweg in Freisenbruch die Kacheln zu zählen.
Foto: FUNKE Foto Services
Zahlreiche Menschen haben richtig viel Spaß, weil es am Schultenweg neuerdings viel schöner, heller, sauberer und einfach neuer ist.

Essen-Freisenbruch.. Alles neu macht der Mai, heißt es. Am Schultenweg in Freisenbruch jedoch, da wird sicher auch der gerade erst angebrochene Februar in die engere Wahl zum „Monat des Jahres“ kommen. Als die Zeit, in der die, die gerne baden und schwimmen, noch mehr Spaß als ohnehin schon hatten, weil das schmucke Oststadt-Bad nach einer langen, aber sehr erfolgreichen Umbauphase nun wiedereröffnet wurde und seit einigen Tagen mit den Menschen um die Wette strahlt.

Der Freisenbrucher an sich, so hat es den Anschein, ist eine treue Seele. Viele Monate waren die Stammgäste vom Schultenweg ausgewichen etwa nach Rüttenscheid, wo sie durchaus die dort vorhandene 50-Meter-Bahn genossen. Nun aber, als es am Schultenweg Grünes Licht für dieses herrlich farbige Ambiente gab, da waren sie fast alle wieder da. „Trotz des fiesen Winterwetters war die Resonanz bereits am ersten Tag richtig gut“, freuten sich auch Badbetriebsleiter Michael Bach und sein Stellvertreter Fatih Tiryaki, dass es so etwas wie einen nahtlosen Übergang gegeben hat.

Stammgäste, Neulinge

Eine, die ihre Premiere am Schultenweg feierte, war Carmen Wasserfall. Zusammen mit Gatte Bernd war die Frau aus Steele lange Jahre im Bad im Südpark geschwommen, als das aber zum Ende des vergangenen Jahres geschlossen wurde, suchten die Wasserfalls Alternativen. „Sehr schön ist das hier, am Samstag werden wir auf alle Fälle unsere älteren Nachbarn mit zum Schnupperschwimmen nehmen.“

Drei, die ebenfalls richtig Spaß haben, sind Ingrid Prox, Gerda Weber und Melitta Barkhofen, die zuerst Wassergymnastik in einem ESG-Kurs machten und dann noch locker einige Bahnen zogen. „Das renovierte Schwimmbad ist super, wirkt durch die frischen Farben vor allem viel größer.“

Ganz ohne Schimpfe aber kam der Betreiber dann doch nicht davon. Die 75-jährige Gerda Weber: „Die neuen Farben passen gar nicht mehr zu meinem Badeanzug . . .“

Farben? Die 15 Damen und Herren, die im Lehrschwimmbecken den Wassergymnastik-Kurs der MTG Horst absolvierten, hatten an diesen Morgen wahrlich andere „Sorgen“. Dass, äußerst untypisch, sogar sechs ganze Kerle dabei waren, überraschte schon. „Die Jungs aber sind sicherlich wegen mir gekommen“, scherzte Gerlinde Priehl, die ausnahmsweise die Leitung übernommen hatte.

Schicke Optik, alles funktioniert – das macht sich sofort auch bei der Laune der Besucher bemerkbar. Wasserratten wie Peter Pletter etwa („die Leute kennen sich hier doch fast alle“) oder Manfred Kossler. Der 75-Jährige, der eigens den weiten Weg aus Burgaltendorf nach Freisenbruch kommt, um seine Bahnen zu ziehen, ist fit wie ein Turnschuh. „Sport ist mein Leben, vier-, fünfmal die Woche schwimme ich sicherlich.“

Schwimmen Und eine Frau ohne Namen, die durchaus sehr ambitioniert für den Verein Steele 11 schwimmt, atmete ganz tief durch. „Die Luft hier ist einfach viel besser geworden.“

Seit Montag wird wieder geschwommen am Schultenweg 44, gleichwohl steigt die offizielle Wiedereröffnung des schmucken Hallenbades am Samstag, 7. Februar. Ein kleiner Festakt, zu dem unter anderem auch Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß erwartet wird, steigt zunächst von 11 bis 13 Uhr. Im Anschluss dann gibt die Stadt einen aus, denn zwischen 13 und 18 Uhr heißt es für alle, die möchten: Eintritt frei und willkommen zum unverbindlichen Schnupperschwimmen. Das ist natürlich die einmalige Ausnahme, ansonsten gelten für Privatschwimmer folgende Öffnungszeiten am Schultenweg 44: Mo/Mi: 6.30-10 Uhr; Di: 6.30-10 Uhr und 16-21 Uhr; Do (Warmbadetag): 6.30-21 Uhr; Fr: 6.30-10 Uhr und 16-19 Uhr; Sa: 6.30-16 Uhr; So: 8-13 Uhr