Nils Sotmann ist derzeit Essens jüngster Bezirksvertreter

Nils Sotmann, 21, Essens jüngster Bezirksvertreter derzeit.
Nils Sotmann, 21, Essens jüngster Bezirksvertreter derzeit.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Der 21-jährige Student der Politikwissenschaften, Nils Sotmann (CDU) aus Kray, will seinen Stadtteil attraktiver machen

Essen-Kray..  „Das Leben in Kray ist viel besser als sein Ruf“, sagt Nils Sotmann, der es wissen muss. Der 21-Jährige wohnt in Kray und hat künftig Gelegenheit, das Umfeld in seinem Stadtteil entscheidend zu prägen und zu verbessern – als jüngstes Mitglied der Bezirksvertretung (BV) VII und als jüngster Stadtteilparlamentarier der Stadt Essen überhaupt.

Im April wurde er in die BV berufen, am 12. Mai offiziell in den Kreis der Politiker aufgenommen. „Das war für mich schon ein besonderer Moment“, erinnert er sich. Als „sehr würdevoll“ habe er seine Verpflichtung dort empfunden, als alle Parlamentarier aufstanden, um den ambitionierten Studenten in ihrer Mitte zu begrüßen.

Als Nachfolger von Rita Görgen-Brockhoff rückte Nils Sotmann in die CDU-Fraktion nach. Die Bezirksvertreterin saß selbst erst seit einem Jahr in der BV, schied jedoch aus persönlichen Gründen aus, wie auch ihr Ehemann, der eigentliche „Huckepack-Kandidat“. Dass Nils einspringen würde, daran gab es für ihn keinen Zweifel, „immerhin hatte ich mich ja bereits bei meiner Kandidatur bereiterklärt, Verantwortung übernehmen zu wollen.“

Verantwortung übernehmen, davor hat sich Nils Sotmann noch nie gedrückt. Bereits während seiner Abiturzeit am Gymnasium Stoppenberg war er Schülersprecher. In der Jungen Union ist er Schriftführer, ebenso wie im Ortsverband. „Manche empfinden ja gerade diesen Posten als Höchststrafe, doch ich habe damit kein Problem.“ Sotmann gilt generell als Frühberufener. Der Jungen Union trat er schon mit 14 Jahren bei. „Damals habe ich nicht groß darüber nachgedacht, doch Politik hat mich irgendwie immer interessiert.“

Eine gewisse Sensibilisierung dafür, sich zu engagieren, erfuhr Nils, der heute Politikwissenschaften studiert, bereits im Elternhaus: „Meine Mutter ist in der Lehrergewerkschaft und gilt als Mitbegründerin der Bürgerinitiative gegen Gift-Schredder in Kray.“ So etwas prägt irgendwie. „Wenn man die Chance hat, sich persönlich einzubringen, dann muss man dies auch tun“, lautete ihre Botschaft.

Genau dies hat Nils Sotmann nun auch vor und will sich schnell in der Bezirksvertretung zurechtfinden. Erste Ortstermine hat er bereits begleitet. „Alle gehen, trotz meiner Jugend, sehr offen mit mir um, helfen und erklären mir viel.“ Eines hat Nils bereits gelernt: „Ein guter Lokalpolitiker ist vor Ort verankert. Er muss sich im Stadtteil auskennen, muss die Probleme erkennen und gute Kontakte zum Bürger und Intitutionen haben.“

Auch über „seine Themen“ hat er sich schon Gedanken gemacht: „Stadtplanung und Bauen“ gehören dazu. Aber auch die Bildungspolitik, „weil ich ja selbst mitten im Studium stecke.“ Den Zeitaufwand für die BV merkt er schon, beispielsweise für Fraktionssitzungen und Ortstermine. „Doch die Uni ist das Wichtigste. Das ist schließlich mein Job.“