Nachbarn fürchten Wohnbau im Heisinger Grün

Schon mehrfach hat die Stadt versucht, das grüne Umfeld von Carl-Funke-Straße/Westpreußenstraße bebauen zu lassen. Nachbarn wehren sich.Foto
Schon mehrfach hat die Stadt versucht, das grüne Umfeld von Carl-Funke-Straße/Westpreußenstraße bebauen zu lassen. Nachbarn wehren sich.Foto
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Seit Jahren herrscht Unruhe im Umfeld von Carl-Funke-Straße und Westpreußenstraße. Nun kommt das Thema erneut auf.

Essen-Heisingen..  Ist Wohnungsbau auf der Grünfläche Carl-Funke-Straße/Westpreußenstraße geplant? Das fürchten Nachbarn, die sich schon mehrmals gegen eine Bebauung gewehrt hatten, und wenden sich schriftlich an OB Reinhard Paß.

„Wie wir erfahren haben, hat der Eigentümer seinen gesamten Grundstücksanteil am ,Acker’ verkauft, das heißt, die landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen Carl-Funke-Straße und Westpreußenstraße“, so einige Nachbarn. Sie könnten sich kaum vorstellen, dass dort eine rund 2000m2 große Fläche als Schrebergarten verkauft worden sei. Es liege vielmehr die Befürchtung nahe, dass dort Wohnbebauung entwickelt werden solle.

Die Nachbarn erinnern an Planungsanstrengungen der Stadt im Jahr 1995 im weiteren Bereich des heutigen Grundstücks. 2003 habe die Stadt erneut versucht, dort Bauland auszuweisen. Dies habe zur Gründung einer Bürgerinitiative geführt, die über 4000 Unterschriften gegen die Maßnahme gesammelt und dem damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger übergeben habe. „Die inzwischen entstandene Bebauung ist eine Katastrophe“, schreiben die Nachbarn.

Sie erinnern an das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster aus dem Jahr 1995, die Fläche als so genannten Außenbereich – dort darf nicht ohne weiteres gebaut werden – auszuweisen und fordern, dies ein für allemal anzuerkennen. „Wenn dieser Rechtszustand angezweifelt werden sollte, muss folgerichtig abermals das Oberverwaltungsgericht angerufen werden“, drohen sie. Auf Anfrage dieser Zeitung verweist die Stadt auf den Status der Fläche als „Wald“. Baugesuche seien nicht eingegangen und auch die Aufstellung eines Bebauungsplans sei bisher nicht beabsichtigt.