Live-Musik-Format startet im Bürgerhaus Oststadt

Kümmern sich im Bürgerhaus Oststadt unter anderem um das Kulturprogramm: Liane Humberg (li.) und Marita Schimnatkowski.
Kümmern sich im Bürgerhaus Oststadt unter anderem um das Kulturprogramm: Liane Humberg (li.) und Marita Schimnatkowski.
Foto: Gero Helm
Was wir bereits wissen
Ob Schülerband, Solist oder Chor, Punk oder Klassik: Die „Offene Bühne“ soll alle ansprechen, die Musik machen oder einfach genießen wollen.

Essen-Freisenbruch..  Unmusikalisch ist das Bürgerhaus Oststadt ganz und gar nicht. Denn einige Musiker proben regelmäßig am Schultenweg, andere erhalten dort Gitarrenunterricht. „Es gibt aber schon lange den Wunsch nach Live-Musik“, benennen Liane Humberg und Marita Schimnatkowski vom Bürgerhaus eine Lücke im Kulturprogramm. Es fehle ein Format, bei dem Bands, Sänger oder Chöre auf der Bühne stehen. Genau das wollen sie nun ändern: Offene Bühne heißt das neue Angebot, das das Bürgerhaus an Akteure und Besucher macht. Start ist am Samstag, 22. Oktober.

Die Bühne selbst befindet sich allerdings nicht im Bürgerhaus, sondern in der dazugehörenden Kneipe gleich nebenan. Dort werden Stühle und Tische zur Seite gerückt, dann ist Platz für bis zu 100 Besucher. Die Kneipe mit ihrem Podest eigne sich besonders für Kleinkunst. Es sollen Konzerte in kuschelige Wohnzimmer-Atmosphäre sein, ein genialer Abend mit handgemachter Musik, so beschreibt es die Musikerin Jessica Nadolny, die bereits kräftig in den sozialen Netzwerken dafür wirbt. „Wir haben uns bei einem Benefizkonzert kennengelernt“, erklärt Liane Humberg den Kontakt zur Musikerin, mit der sie die Konzerte auf die Beine stellen. Beim ersten steht Jessica Nadolny mit ihrer Band gleich selbst auf der Bühne: „Die Bühne ist angerichtet für jeden der mag, ob Rap, R’n’b oder Rock’n’Roll“, fasst sie zusammen. Und auch mit der Technik hilft das Bürgerhaus aus.

„Ob für Besucher oder Bands, das Format ist für alle kostenlos“, sagt Liana Humberg. Es richtet sich besonders an Menschen aus dem Umfeld, eingeladen sind aber alle. „Mit unserer Randlage ist es jedoch schwierig, Interessierte aus weiter entfernten Stadtteilen anzulocken“, weiß Marita Schimnatkowski.

Eingeladen sind alle, die über die Musik kommunizieren wollen. Der Idealfall: Gäste bringen ihre Instrumente mit und es entwickelt sich eine Session. „Das Programm soll gemischt und abwechslungsreich sein“, wünschen sich die Organisatoren. Aufgerufen sind daher alle, ob sie Klassik oder Schlager spielen, Einzelinterpreten sind, in einer Schülerband spielen oder im Chor singen, ob sie überhaupt singen oder Instrumentalmusik machen. Der Aufruf richtet sich auch an alle Altersklassen, betont Marita Schimnatkowski.

Nun wollen die Macher zunächst starten und dann sehen, wie sich die Musik-Reihe entwickelt. Der Plan aber sieht schon jetzt vor, dass sie nach den ersten Terminen fortgeführt wird. Deshalb können sich interessierte Musiker im Bürgerhaus Oststadt melden.

Termine für die Offene Bühne

Am 22. Oktober startet der erste Gig aus der Reihe Open Stage – Offene Bühne im Bürgerhaus Oststadt, Schultenweg 37-41. An dem Samstag eröffnet die Band von Jessica Nadolny, Timeless, mit Rock-Music den Abend. Die Band Cj-Parker heizt dann mit Pop-Punk ein. Mit dabei ist auch das Duo „Suse & George“. Beginn ist um 19 Uhr.

Besucher haben die Möglichkeit mit anderen Musikern in Kontakt zu treten und vielleicht auch neue Kontakte zu knüpfen, dann darf der Abend in einer „wilden Session“ enden.

Weitere Termine sind zunächst am Samstag 3. Dezember mit den Bands Pan2M und Blues Music geplant. Am 4. Februar 2017 kommen Desert Company und Imperial Council. Im April (Samstag, 1.4. 2017) folgen Relate und Why Amnesia.