Karnevalist mit Leib und Seele

Günter Schlitt
Günter Schlitt
Foto: FKK
Was wir bereits wissen
Der Festausschuss Kupferdreher Karneval ernennt Hans-Günter Schlitt zu seinem Ehrenkonsul. Der gebürtige Kupferdreher nahm bereits 1956 erstmals am örtlichen Rosenmontagszug teil.

Kupferdreh/Überruhr..  Wenn der Festausschuss Kupferdreher Karneval beim traditionellen Frühschoppen in Bürgertreff Überruhr mit Sektempfang zum netten Plausch bittet, dann hat einer der Jecken einen ganz besonderen Grund zum feiern: Hans-Günter Schlitt, Karnevalist mit Leib und Seele, wird zum Ehrenkonsul des FKK ernannt.

Die Liste der Ehrenkonsuln ist lang. Unter den bislang 25 geehrten Persönlichkeiten finden sich Karnevalisten, natürlich. Aber auch Freunde und Förderer des jecken Brauchtums und Politiker. Zuletzt reihte sich Bundestagsabgeordnete Petra Hinz (SPD) in die Garde ein. Doch wohl kaum einem ist der Titel des FKK-Ehrenkonsuls mehr auf den Leib geschneidert als Hans-Günter Schlitt, der schon seit 1956 auf nahezu allen Veranstaltungen des FKK zu finden ist.

Günter Schlitt ist ein waschechter Kupferdreher. Dort erblickte er am 30. Juli 1949 das Licht der Welt und hat seitdem seinen Kiez nie verlassen. In der Hinsbeckschule drückte er die Schulbank, die Firma Giradet bildete ihn zum Schriftsetzer aus, wo er später auch als Arbeitsvorbereiter tätig wurde. Da kommt sein Intermezzo als Technischer Betriebsleiter in der Gelsenkirchener Druckerei Kublin schon fast einem Auslandsaufenthalt gleich. Und so kehrte er vier Jahre später nach Essen zurück, wo er unter anderem im Prüfungsausschuss „Mediengestalter/Medienoperating“ der IHK Essen saß.

Bei so viel Heimatverbundenheit ist es kaum verwunderlich, dass ihm die Liebe zur Narretei in die Wiege gelegt wurde. Seinen ersten Rosenmontagszug im Stadtteil erlebte er im zarten Alter von sieben Lenzen mit. Seit 1972 läuft er gar als Führer des Tambour-Corps Grün-Weiß ganz vorne weg. Mit den Musikanten hat er sich über die Stadtgrenzen hinaus einen guten Namen gemacht. Als Tambourmajor wirkt er zudem in der Oper La Bohème am Aalto-Theater.