In Kray fehlen Verweilplätze

Schüler des Informatik-Grundkurses am Gymnasium Wolfskuhle bei ihrer Kundenbefragung auf dem Krayer Marktplatz.
Schüler des Informatik-Grundkurses am Gymnasium Wolfskuhle bei ihrer Kundenbefragung auf dem Krayer Marktplatz.
Foto: Christine Lohmann
Was wir bereits wissen
Schüler des Gymnasiums Wolfskuhle haben ihre Kundenbefragung beendet. Nun werden die Ergebnisse bei der IHK ausgewertet. 200 Fragebögen erstellt

Essen-Kray..  Fehlende Verweilplätze in Kray und generell mangelnde Sauberkeit im Stadtteil – dies sind nur zwei Kritikpunkte, die Schüler der Wolfskuhle bei ihrer Umfrage von den Bürgerinnen und Bürgern zu hören bekamen. Bis alle Fragebögen ausgewertet sind, wird allerdings noch eine Zeit vergehen. Geplante Präsentation der Ergebnisse: nach den Sommerferien.

Mit der nun beendeten Kundenbefragung der insgesamt 15 Schüler des Informatik-Grundkurses am Gymnasium Wolfskuhle ist die dreiteilige Erhebung abgeschlossen. Zu Beginn hatte die Krayer Bürgerschaft das Gespräch mit den Politikern gesucht, später der Initiativkreis die Geschäftsleute vor Ort nach ihren persönlichen Wünschen für ein besseres und attraktiveres Kray befragt.

Von Montag bis Mittwoch waren die Gymnasiasten auf Tour – an fünf Standorten, auch am Pennymarkt an der Wattenscheider Straße und – natürlich – auf dem Krayer Markt. Zwei Krayer Lottoläden und zwei Eisdielen unterstützten die wissbegierigen Jugendlichen bei ihrer Aktion.

„Viele Anfragen wurden erstmal mit den Spruch: ,Früher war alles besser’ beantwortet, berichtet Andreas Dickmann. Der Chef vom Initiativkreis Kray war ebenso wie Vertreter der Krayer Bürgerschaft und der IHK vor Ort und nutzte die Gelegenheit, sich über die Sorgen, aber auch über die Anregungen der Kunden zu informieren. Die redeten Tacheles: „Ich fahre mit dem Auto durch Kray, doch eingekauft wird in Steele“, sagt einer. Ein anderer beschreibt sein eher unterschwelliges Gefühl, „dass der Stadtteil ungepflegt ist.“ Es fehle die nötige Sauberkeit, die notwendig sei, damit man gerne im Stadtteil bleibt oder flaniert. Überhaupt seien gerade Verweilplätze Mangelware. „In Steele kann man sich hinsetzen, ein Eis essen und einfach die Leute beim Shoppen beobachten. Das geht in Kray überhaupt nicht“, beklagt sich ein Kunde.

Ungeachtet dessen dürfen die Initiatoren der lokalen Umfrage mit der Resonanz zufrieden sein. Dickmann: „Schon bei den Gewerbetreibenden haben wir 100 Namen auf der Liste gehabt. Nun kommen noch einmal 200 Kundenfragebögen oben drauf.“ Erfreulich war auch, dass einige ältere Bürger extra in die Krayer City kamen, um die Schüler zu besuchen und ihnen Rede und Antwort zu stehen. „Das finde ich persönlich toll, weil es die Bereitschaft zeigt, etwas zu bewegen“, sagt Dickmann.

Ergebnisse in Diagramme fassen

Die Mitarbeit der Schüler an der Wolfskuhle ist damit jedoch noch nicht beendet. Sie werden die gesammelten Daten selbst aufbereiten und in Form von Diagrammen darstellen. So bekommen sie selbst ein Gefühl für das Ergebnis. Die gesamten Fragebögen werden am Ende der Woche der IHK übergeben. Man hat sich darauf verständigt, dass die Sommerferien für die Auswertung genutzt werden. Guido Zakrzewski von der IHK meint dazu: „Wir haben schon reichlich Erfahrung mit solchen Erhebungen. Solche Ergebnisse sind goldwert.“