Im Heimberge: Neubaugebiet wohl vom Tisch

Das geplante Neubaugebiet an der Straße Im Heimberge in Burgaltendorf wird voraussichtlich nicht realisiert.Foto:Lutz von Staegmann
Das geplante Neubaugebiet an der Straße Im Heimberge in Burgaltendorf wird voraussichtlich nicht realisiert.Foto:Lutz von Staegmann
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Was wir bereits wissen
Der vehemente Widerstand der Bezirkspolitiker schlug durch bis in den Rat. Die meisten Burgaltendorfer Bürger wird’s freuen.

Essen-Burgaltendorf..  Widerstand kann sich lohnen. „Die geplante Wohnbebauung im Bereich Im Heimberge in Burgaltendorf soll wohl aus den Verwaltungsplänen gestrichen werden.“

Der das sagt, ist Ulrich Malburg, Vorsitzender des Burgaltendorfer SPD-Ortsvereins, der sich zuletzt in der Bezirksvertretung wie die Stadtteilpolitiker anderer Parteien auch vehement gegen die Ideen der Stadtplaner wehrte. Zwar ist das allerletzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen, nach Beratungen im Rat aber sieht es danach aus, als solle die „Akte Im Heimberge“ geschlossen werden.

Malburg. „Offenbar hat unsere Argumentation überzeugt.“ Die Sozialdemokraten hatten vor allem den weiteren Eingriff in den Freiraum und die zusätzlichen Belastungen durch den Straßenverkehr kritisiert, zumal Burgaltendorf in den vergangenen 25 Jahren bereits einen erheblichen Anteil an neuen Wohnbauflächen erhalten hatte. Die vielen positiven Rückmeldungen aus der Bürgerschaft in den vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass man damit den Menschen irgendwie aus der Seele gesprochen habe. „Auch der Erhalt des Tennisvereins TC Burg liegt mir sehr am Herzen, der von einer Bebauung ebenfalls massiv betroffen wäre. Jetzt bleibt nur noch die Entscheidung des Stadtplanungsausschusses zu den Vorschlägen der Fraktionen von SPD und CDU abzuwarten“, ist der SPD-Chef gleichwohl mehr als zuversichtlich.

Einigkeit in der BV-Sitzung

Ob seine Partei sich den mitunter entscheidenden Vorstoß aber alleine an ihre Fahnen heften kann, ist die Frage. Denn vor vier Wochen erst gab’s in der Sitzung der Bezirksvertretung VIII einen fast ungeahnten Konsens zum städtischen Konzept „Bedarfsgerechte Flächenentwicklung“. Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel (CDU) positionierte sich seinerzeit ebenfalls eindeutig. „Nicht mit uns“, erteilte er den Plänen zusammen mit dem kompletten Stadtteilparlament eine einstimmige Absage, die dann als deutliche Empfehlung an die übergeordneten politischen Gremien ging.

Ebenfalls ins ablehnende Bild passte dann auch die Stellungnahme der Unteren Landschaftsbehörde. Die äußerte seinerzeit großes Erstaunen darüber, „dass bereits fünf Jahre nach Inkrafttreten des Regionalen Flächennutzungsplans weitere Flächen beansprucht werden sollen, obschon im Bezirk noch 135 Hektar Wohnbaufläche als Reserve zur Verfügung stehen.“

Ins Bild würden die städtischen Pläne zudem auch nicht passen, weil das „Gesetz zur Stärkung der Innenentwicklung“ die Ermittlung von Brachflächen, Gebäude-Leerständen und auch Baulücken favorisiere. Das Ziel dahinter: Bebauung von Flächen auf der „Grünen Wiese“ soll weitestgehend vermieden werden.

Wie auch immer: Ob es die SPD, die CDU oder am Ende auch die gesamte Bezirksvertretung war, die die ursprünglichen Pläne der Stadtverwaltung gekonnt konterte. Die Menschen vor Ort wird’s zum größten Teil freuen. Grün ist die Hoffnung, grün ist auch die Natur,