Hinsel: Wohnen für Senioren

Richtfest: Reinhard Altmeyer, Senior-Chef der ausführenden Wattenscheider Baufirma,über den Dächern von Hinsel.
Richtfest: Reinhard Altmeyer, Senior-Chef der ausführenden Wattenscheider Baufirma,über den Dächern von Hinsel.
Foto: Essen
Was wir bereits wissen
Am Hinseler Hof 14 entstehen zehn Wohnungen, die sich an den Bedürfnissen älterer Menschen orientieren. „Wohnen mit Service“ nennt das die Gewobau.

Essen-Überruhr..  Die Idee ist so neu nicht, charmant aber ist sie allemal. Um gerade oft einsamen älteren Menschen zu mehr Anschluss und den so wichtigen sozialen Kontakten zu verhelfen, hat die Gewobau Wohnungsgenossenschaft Essen eG bereits vor Jahren das Projekt „Wohnen mit Service“ aufgelegt.

Die Kombination von komfortablem und altersgerechtem Wohnraum mit umfassenden Serviceleistungen – das ist der Plan. In zwei Anlagen in Werden, in Borbeck und auch an der Hertigerstraße in Steele funktioniert das bereits prächtig, am Hinseler Hof 14 entsteht derzeit Projekt Nummer fünf. Dieser Tage nun feierte die Gewobau zusammen mit dem Kooperationspartner, der Marienheim Überruhr gGmbH, das Richtfest, für eine weitere Anlage „Wohnen mit Service“, in dem zweigeschossigen Haus werden zehn 2,5-Zimmer-Wohnungen mit je einem großzügigen Balkon oder Terrasse entstehen. Zwischen 62 und 78m2 groß und wo erforderlich mit einem Aufzug und barrierefrei zu erreichen. Geplante Fertigstellung: voraussichtlich Ende dieses Jahres.

Warum solche Anlagen entstehen und auch entstehen müssen, liegt auf der Hand, denn aufgrund des demografischen Wandels wird das Thema „Wohnen im Alter“ in Deutschland und auch in Essen immer wichtiger. Städte, Wohnungsunternehmen und auch Privatpersonen sind gleichermaßen gefordert, geeigneten Wohnraum mit geeigneten Konzepten entstehen zu lassen – da passt das Konzept „Wohnen mit Service“ mitunter bestens in die Zeit. Der zentrale Gedanke dabei: Ältere Menschen sollen so lange wie möglich selbstbestimmt und aktiv in den eigenen vier Wänden leben können.

Stephan Klotz, der Vorstandsvorsitzende der Gewobau: „In einer stets älter werdenden Gesellschaft benötigen immer mehr Menschen geeignete Lösungen, um auch im Alter so lange wie möglich ihre Unabhängigkeit zu bewahren.“ Sozial vernetzt und aktiv zu sein sowie ein unaufdringliches und professionelles Netz an Service- und Hilfsleistungen um sich zu haben, seien nur einige der Wünsche vieler älterer Menschen. „Der große Erfolg und Zuspruch in diesen Wohnanlagen zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Die Wohnungen sind mit bodentiefen Fenstern, elektrischen Rollos oder erhöhter Einbruchsicherheit (Türen/Fenster) auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten. Hausmeisterdienste entlasten die Bewohner, zudem steht ein Sozialarbeiter des Marienheims zur Verfügung, um etwa bei bürokratischen Hürden wie der Beantragung von Pflegeleistungen zu helfen. Auch kann man dort essen oder auch Essen bestellen.