Dribbeln um den Titel

Beim FC Kray war jede Menge Ballgefühl gefragt.
Beim FC Kray war jede Menge Ballgefühl gefragt.
Foto: Wolfgang Paes
Was wir bereits wissen
Bei „Kia sucht den Superdribbler“ ist Geschick am Ball gefragt. Als Hauptpreis winkt ein Treffen mit der eigenen Lieblingsfußballmannschaft. Der FC Kray hat die erste Qualifikationsrunde ausgerichtet

Essen-Kray..  Fußball ist ein Mannschaftssport – oder vielleicht doch nicht? Dass der Lieblingssport des Deutschen durchaus auch als Einzelwettbewerb verstanden werden kann, beweist Wolfgang Alexander Paes, Ex-Bundesligaprofi im Tennis, Trainer – und seit einiger Zeit auch Erfinder. Denn der 44-Jährige hat den Bewegungsparcours „Speed 4“ entwickelt, der nun einer breiteren Öffentlichkeit durch den Wettbewerb „Kia sucht den Superdribbler“ bekannt geworden ist.

Bei diesem Wettkampf geht es darum, den Speed-4-Parcours dribbelnd zu durchlaufen – und das natürlich so schnell wie möglich. Auch Superstar Lionel Messi hat Paes‘ Parcours schon gemeistert und hält derzeit den Weltrekord. „Der Dribbelparcours wird derzeit gerne auch von Bundesligatrainern eingesetzt, da er es ermögliche, die Leistungen der Spieler sehr einfach zu vergleichen“, so Erfinder Paes. Bei „Kia sucht den Superdribbler“ gehe es hingegen eher darum, den Breitensport zu fördern und vor allem auch junge Menschen den Spaß an Bewegung zu vermitteln.

Bereits 2010 – im WM-Jahr – hatte es eine Auflage des „Superdribblers“ gegeben. Nach fünf Jahren Pause geht der Wettbewerb dieses Jahr nun mit einem leicht veränderten Konzept an den Start. Die „Superdribbler“-Qualifikationen werden diesmal von Fußballvereinen ausgerichtet; die Vereine, die sich dazu melden, erhalten einen Trikotsatz vom Hauptsponsor.

In Essen war es nun der FC Kray, der die Fußballer auf den Slalomparcours schickte. An seinem Beispiel könne man gut erkennen, dass die Ausrichtung der Qualifikationen durch Vereine auf fruchtbaren Boden falle, sagt Paes: „Das war ein ganz tolles Event in Kray, mit vielen Teilnehmern und Zuschauern. Dadurch, dass die Vereine so sehr dahinter stehen, werden die Jugendspieler auch eher motiviert, mitzumachen und sich mit Vereinskollegen zu messen.“

Gerade für die Jugendlichen sei der Wettbewerb attraktiv, wie Paes beobachtet hat: „Für die jungen Teilnehmer ist das beinahe wie Playstation spielen, man kann sich sehr einfach und schnell mit anderen vergleichen und sich einordnen.“

Zweiter Schritt ist das Stadtfinale

Nicht vergessen werden darf natürlich auch, dass bei dem Wettbewerb auch ein Deutschland-Sieger ermittelt wird. Nach den Qualifikationen ist der zweite Schritt auf dem Weg dorthin das Stadtfinale; eines von zwei geplanten hat in Essen bereits stattgefunden. Hierbei konnte sich der erst 10 Jahre alte Milot Ademi vom FC Kray gegen rund 100 Mitbewerber durchsetzen und erreichte mit einer Zeit von 6,669 Sekunden den Sieg.

Wenn Milot sich weiter durchkämpft und schließlich „Superdribbler“ werden sollte, winkt ihm ein ganz besonderer Preis: ein Treffen mit den Spielern seiner Lieblingsmannschaft. An der Motivation sollte es also nicht scheitern.

Weitere Informationen zu „Kia sucht den Superdribbler“ sind auf der Internetseite www.superdribbler.de zu finden.

Das zweite Essener Finale findet am 15. Mai im Motorcenter Heinen statt. Auch Zuschauer sind herzlich willkommen. Neben Lionel Messi haben bereits Stars wie der Schalker Christian Fuchs und Xherdan Shaqiri, früher FC Bayern, den Parcours absolviert.