DLRG-Station am Baldeneysee in Heisingen nimmt Formen an

DLRG Heisingen v.l. Andreas Wieser (stellv. DLRG Bezirksleiter), Sparkassen-Chef Hans Martz, Essens DLRG-Chefin Sandra Bellendorf und Udo Lang (Stellv.  Bezirksleiter bei der DLRG).
DLRG Heisingen v.l. Andreas Wieser (stellv. DLRG Bezirksleiter), Sparkassen-Chef Hans Martz, Essens DLRG-Chefin Sandra Bellendorf und Udo Lang (Stellv. Bezirksleiter bei der DLRG).
Foto: Klaus Felder
Was wir bereits wissen
Standort in Essen-Heisingen wurde für 350 000 Euro aus- und umgebaut. Wachdienst ist von März bis Oktober auf und um den Baldeneysee aktiv.

Heisingen..  Die Wassersportsaison steht vor der Tür, und sie kann kommen. Nachdem die Mitte der 1930er Jahre erbaute Rettungsstation der DLRG an der Lanfermannfähre am Baldeneysee in Heisingen, eines der ältesten Modelle ihrer Art in ganz Deutschland, buchstäblich in die Jahre gekommen war, hier und da sogar aus allen Nähten platzte und den ehrenamtlichen Rettern das Leben und auch die Arbeit zuletzt sichtlich erschwerte, sieht es vor Ort mittlerweile anders und vor allem deutlich besser aus.

Neuer, freundlicher, funktionstüchtiger. Geräumiger, heller und komfortabler. Die Aus- und Umbauarbeiten, die in den vergangenen Monaten stattgefunden haben, sind längst nicht mehr zu übersehen. Von außen ist nahezu alles fertig, im Innenbereich haben die Fliesen- und Parkettleger die Böden im Sanitär-, Küchen- und Schulungsbereich bereits hergerichtet. Tapeten sind auch an den Wänden, lediglich die Elektrik und einige kleinere Details müssen noch eingebaut werden.

Aktuell haben die Garten- und Landschaftsbauer das Zepter auf der Baustelle in Heisingen übernommen und richten das Außengelände her. Für die direkte Zufahrt aus der neuen Bootshalle zum See wird parallel zum Gebäude ein neuer Weg geschaffen. Für die Handwerker durchaus eine Herausforderung, da durch die Seenähe der Grundwasserspiegel nicht besonders tief liegt. Um eine belastbare Tragschicht zu bekommen, muss daher reichlich Material verfüllt und verdichtet werden.

Der ursprüngliche Plan, die komplette Wache zu Beginn der Saison in Betrieb zu nehmen, geht indes nicht auf, denn bis alle Räume komplett zu nutzen sind, werden noch einige Wochen vergehen, so Essens DLRG-Chefin Sandra Bellendorf.

Die Rettungsstation verfügt über eine Flotte von sechs Booten, darunter zwei Schlauchboote, die während der Saison von März bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen auf dem Baldeneysee kreuzen. „10 bis 15 Leute sind dann im Einsatz“, so Bellendorf.

45 000 Euro Eigenmittel

Für die An- und Neubauten wurden insgesamt rund 350 000 Euro veranschlagt, darin enthalten sind DLRG-Eigenmittel in Höhe von gut 45 000 Euro.

Dieser Tage schaute Hans Martz vorbei, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Essen, begutachtete den Umbau der Rettungsstation und hatte „rein zufällig“ auch noch 12 500 Euro dabei, die er Bezirksleiterin Sandra Bellendorf und ihren Stellvertretern Andreas Wieser und Udo Lang überreichte. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Geldinstitut den Umbau mit 50 000Euro unterstützt. Die Bauarbeiten zur Modernisierung und Erweiterung der Rettungsstation werden federführend durch die Essener Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft mbH (EABG) als Maßnahme des Essener Konsens durchgeführt.

Dass die DLRG nicht wegzudenken ist, unterstrich jüngst Feuerwehr-Chef Ulrich Bogdahn. „Die DLRG ist eine wertvolle Unterstützung für uns.“