Dauerbrenner Kampmannbrücke

Ein politischer Dauerbrenner: Wann genau die alte und marode Kampmannbrücke abgerissen wird, verschiebt sich aktuell fast von Woche zu Woche.Foto:Dirk
Ein politischer Dauerbrenner: Wann genau die alte und marode Kampmannbrücke abgerissen wird, verschiebt sich aktuell fast von Woche zu Woche.Foto:Dirk
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Was wir bereits wissen
Wann die alte abgerissen und die neue gebaut wird, darüber gibt es ständig unterschiedliche Wasserstandsmeldungen. Politik will Klarheit.

Essen-Ruhrhalbinsel..  Die Kampmannbrücke, eine Bilanz der Spielplatzpatenschaften und einiges mehr beschäftigte die Politiker nun in der vergangenen Sitzung der Bezirksvertretung VIII, die zuständig ist unter anderem für die Bereiche Burgaltendorf und Kupferdreh.

Kampmannbrücke

In einem einstimmig angenommenen Antrag fordert die CDU verbindliche Informationen zum Baustart der neuen Kampmannbrücke in Kupferdreh, beziehungsweise zum Stand des Verfahrens. „Eigentlich sollte der Abriss der alten Brücke schon im September des vergangenen Jahres beginnen. Der ist aber von der Verwaltung monatlich verschoben worden“, erläuterte Ratsherr Dirk Kalweit (CDU). Die Ratsfrau Brigitte Wawrowsky (EBB) ergänzte: „Notwendige Vorarbeiten sollen wohl kurzfristig beginnen, der Abriss dann im April.“

Bis zur Sitzung im März jedenfalls wünschen sich die Mitglieder des Stadtteilparlaments Antworten von der Verwaltung.

Spielplatzpaten

Stadtweit überdurchschnittlich gut steht der Bezirk VIII da bei den Spielplatzpaten. Auf 23 von insgesamt 37 städtischen Spielplätzen engagieren sich ehrenamtlich Bürger, schauen regelmäßig nach dem Rechten, sorgen für Sauberkeit, melden etwaige Schäden oder kümmern sich um neue Spielgeräte. Mit knapp 60 Prozent Betreuung liegt man damit satte zehn Prozent über dem Stadtschnitt.

Im Ranking der neun Bezirke in Essen steht die Ruhrhalbinsel damit auf Platz vier, der Spitzenreiter ist der Bezirk II (u.a. Rüttenscheid) mit 80 Prozent.

Gefahren-Haltestellen

Ende des Jahres veröffentlichte die Essener Verkehrs AG (Evag) eine Liste ihrer gefährlichsten Haltestellen, 14 davon liegen im Bezirk VIII. Die sollen jetzt auf Initiative der SPD in Angriff genommen werden. In einem einstimmig angenommenen Antrag bitten die Sozialdemokraten einen Evag-Vertreter in eine der kommenden Sitzungen. Bezirksbürgermeister Manfred Kuhmichel (CDU) unterstrich noch einmal die hohe Priorität etwa des Stopps „Deipenbecktal“, den die BV VIII seit langem im Visier hat. Außerdem hätten Schüler, so die SPD, die schlechte Beleuchtung an der Haltestelle „Kleinheide“ bemängelt.

Bürgerämter

„Sind die Öffnungszeiten der Bürgerämter in Kupferdreh an der Kupferdreher Straße 86 und in Kettwig, die sich neuerdings ihr Personal in einer Tandemlösung teilen, auch sicher?“, fragten sich Mitglieder der BV VIII, nachdem es im vergangenen Jahr zu unplanmäßigen und durch Krankheiten und Urlaube bedingte Schließungen in mehreren Ämtern der Stadt gekommen war.

Nun gab’s Antworten von der Stadtverwaltung: „Mit der in Kürze vorgesehenen und vollständigen Umsetzung der Tandemlösung will die Verwaltung den Betrieb der Bürgerämter auch weiterhin flächendeckend sicherstellen“, heißt es darin mit möglicherweise folgenloser Richtigkeit.

„Dann wollen wir mal abwarten, wie und ob sich die Tandemlösung letztlich dann auch bewährt“, kommentierte etwa Rolf Reithmayer, Sprecher der SPD in der Bezirksvertretung VIII.