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Chameleon lassen in ihre tiefschwarze Seele blicken

04.10.2012 | 19:04 Uhr
Chameleon lassen in ihre tiefschwarze Seele blicken

Ruhrhalbinsel.   Die Bühne des Grend wird Samstag, 6. Oktober, richtig voll: Elf Köpfe hat das „Chameleon“, das sich ab 21 Uhr im Kulturzentrum an der Westfalenstraße 311 ausbreitet.

Die Bühne des Grend wird Samstag richtig voll: Elf Köpfe hat das „Chameleon“, das sich ab 21 Uhr im Kulturzentrum an der Westfalenstraße 311 ausbreitet. Seit 30 Jahren steht die Wupppertaler Band für Soul und knackige Grooves. Bekannte Kompositionen von Earth, Wind and Fire, Tower of Power, Crusaders und vielen anderen verpacken sie in raffinierte Arrangements. Der vierstimmige Bläsersatz, zwei stimmgewaltige Sängerinnen und eine funkige Rhythmuseinheit lassen die Musik in die Beine gehen. Aber auch Loungefeeling wird nicht fehlen, wenn Songs von Queen Latifah und Randy Crawford ertönen.

Wem das zu lasch klingt, der sollte am Samstag übern Grendplatz in die Freak Show marschieren. Dort geht wieder die „Filmrissparty“ über die Bühne: Saufen bis zum Umfallen mit Musik, die zart besaiteten Seelen auch ohne übermäßigen Alkoholkonsum Kopfschmerzen bereitet. Ab 20.30 Uhr steht die Band „Pandoras’s Bliss“ zum rockigen Vorglühen bereit. Bereits heute gibt es eben dort Leipziger Punkrock: „Möped“ heißt die Band, die die 1970er noch mal aufleben lassen. Start: 20 Uhr.

Direkt an Leipzig grenzt Kopenhagen – jedenfalls in diesem Text, der auf gleichnamiges Stück hinweisen will, das heute und morgen letztmalig in der Studio-Bühne, Korumhöhe 11, zu sehen sein wird. Wolfgang Gruber inszenierte das raffinierte Kreuzverhör, in dem die Physiker und Nobelpreisträger Niels Bohr und Werner Heisenberg über die Atombombe und ihre vermeintliche Mitschuld an Hiroshima diskutieren. Beginn: 20 Uhr.

Leichter geht’s Sonntag zu, wenn ab 18 Uhr die Improgruppe „Polterkrays“ mit „Traumschiff Ahoi!“ in See stechen will. Restkarten gibt es noch, Rettungswesten sind wohl nicht nötig.

Die doppelte Dosis Domke wartet im Theater Freudenhaus im Grend: Am Freitag und Samstag, Beginn je weils 20 Uhr, ist der „Freunde der italienischen Oper“-Nachklapp „Ein Kopleck geht fremd“ zu sehen, am Sonntag zieht es ab 19 Uhr eine Ruhrpottfamilie „Unter Lappen“.

Gordon K. Strahl



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