CDU gründet Netzwerk „Sicheres Überruhr“

Was tun? Um Einbrechern das Leben so schwer wie möglich zu machen, rät die Polizei den Menschen, Eigentum professionell zu sichern.Foto:Ralf Rottmann
Was tun? Um Einbrechern das Leben so schwer wie möglich zu machen, rät die Polizei den Menschen, Eigentum professionell zu sichern.Foto:Ralf Rottmann
Foto: Ralf Rottmann / FUNKE Foto Servi
Was wir bereits wissen
Ortsverband will der Kriminalität offensiv begegnen. Polizeirat Schepanski hat Verständnis, beruhigt aber auch: „Kein Anstieg bei Einbrüchen oder Diebstählen.“

Essen-Überruhr..  Dass die Welt generell schlecht sind, ist sicher falsch. Fest aber steht auch: Es gibt unzählige Betrüger, Ganoven und andere „falsche Fuffziger“, die Tag für Tag überfallen, rauben und Menschen übers Ohr hauen. In Deutschland, in Essen – und auch in Überruhr.

Der Grund, warum der Ortsverband der CDU Überruhr nun das Netzwerk „Sicheres Überruhr“ gründete und im Rahmen einer Expertenrunde vorstellte. Über 30 interessierte Bürger waren dabei, als Polizeirat Holger Schepanski mit den Bezirksbeamten Ulli Sazer und Rainer Druba sowie Tobias Degener (Weißer Ring Essen) und Ratsherr Fabian Schrumpf in Überruhrer Details einstieg.

Anhand der nackten Zahlen, die Schepanski, der Leiter der Polizeiinspektion Süd, präsentierte, ist klar abzulesen: „Objektiv betrachtet kann man in Überruhr innerhalb der letzten fünf Jahre auf jeden Fall nicht von einem Anstieg der Kriminalität bei Einbrüchen oder Diebstählen reden.“ Da jeder Mensch aber auch ein subjektives Empfinden hat, kann die Polizei natürlich gut nachvollziehen, wenn andere das anders sehen.

Raubdelikte nahmen gleichwohl zu, wobei die meisten Täter bereits gefasst und vier Fälle alleine einer Einzelperson zuzuordnen sind, die kurz vor der Überführung stehe.

Fabian Schrumpf, ordnungspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion und Mitglied im Polizeibeirat der Stadt, kritisierte Pläne der Landesregierung, weiter bei der Polizei einzusparen, lobte aber ausdrücklich die gute Arbeit der Polizei. „Jeder Kriminalfall ist einer zu viel.“ Darin waren sich alle einig.

Um die Kriminalität weiter möglichst einzudämmen, raten die Profis dem Bürger, aktiv am Thema Sicherheit mitzuwirken. „Das wichtigste Instrument gegen Wohnungseinbrüche ist und bleibt immer noch der wachsame Nachbar.“

Eine andere Seite beleuchtete Tobias Degener (Weißer Ring Essen). „Jeder Einzelfall bedeutet auch jeweils ein Einzelschicksal mit teils traumatischen Erlebnissen. Diese Menschen dürfen wir nicht alleine lassen.“

„Wir haben ein erstes Angebot gemacht, weitere werden folgen“, verspricht Thomas Ziegler, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes. Ein Treffen für Vereine, Verbände und Institutionen, bei der die Polizei auch ihr Konzept „Riegel vor“ vorstellt, ist bereits geplant. Und wer sonst Fragen hat: Die Polizeihauptkommissare Rainer Druba und Ulli Sazer haben immer freitags Sprechstunde in der Wache in Überruhr (12-14 Uhr, Klapperstr. 39). Der Nächste, bitte . . .