Ohne Migranten keine Metropole Ruhr
13.03.2009 | 15:59 Uhr 2009-03-13T15:59:00+0100
Essen. Vor vier Jahren konstituierte sich der Essener Ausschuss für Zuwanderung und Integration. Von Anfang saß ihm Burak Copur vor. Er sagt: "Je multikultureller und je schwuler eine Stadt ist, desto größer ist ihr wirtschaftlicher Erfolg."
Welchen Stellenwert hatte der Integrationsausschuss bei seiner Konstituierung?
Copur: Anfangs hatte ich schon den Eindruck, dass der Ausschuss von vielen nicht ganz ernst genommen worden ist. Das hat sich aber geändert. Das Thema Integration ist jedenfalls durch ihn aufgewertet worden, hat einen besonderen Stellenwert bekommen. Das ist ein Erfolg.
Was haben Sie erreicht?
Copur: Wichtige Themen wie Migrationswirtschaft, Personalentwicklung und interkulturelle Kulturarbeit kamen vorher so gut wie nicht vor in der Politik. Wir haben dafür sensibilisiert, das Thema aus der Sozialarbeiterecke geholt. Integration läuft über Vorbilder. Ein Erfolg ist es, dass jetzt auch andere Parteien Migranten als Kandidaten für den Rat aufstellen.
Was gilt es hinsichtlich der Integration in der Stadt noch zu verbessern?
Copur: Integration wird immer noch sehr halbherzig betrieben, spielt im Rat kaum eine Rolle. Die Stadtspitze hat meine Zweisprachigkeit Türkisch-Deutsch zum Beispiel nie genutzt, um Investoren aus der Türkei nach Essen zu holen. Man muss wirklich sagen: Die Stadt versucht Revierhauptstadt zu werden, aber im Kern ist sie provinziell. Jeder muss einfach verstehen, dass es ohne Migranten keine Metropole Ruhr gibt. Ich sage mal provozierend: Je multikultureller und je schwuler eine Stadt ist, desto größer ist ihr wirtschaftlicher Erfolg. Da muss man nur nach Köln, Hamburg, Berlin, New York sehen. Ich weiß, dass man mit dem Thema Integration nicht die Welt rettet, aber Integration ist ein wichtiger weicher Standortfaktor. Sie muss zur Chefsache werden.
Woran machen Sie die Halbherzigkeit beispielsweise fest?
Copur: Eigentlich finden alle Integration wichtig. Aber wenn es um die konkrete Finanzierung geht, dann sperren sich viele. So konnte die Volkshochschule nicht die Hauptschulabschlusskurse stemmen. Oder: Was haben wir um das Start-Stipendium für Schüler mit Migrationshintergrund gekämpft, was gab es Vorbehalte! Jetzt wird es als Erfolg mit einem Empfang im Rathaus gefeiert.
Wie könnte das Thema Integration noch stärker in den Fokus gerückt werden?
Copur: Es wäre gut, ein Dezernat Wirtschaft, Integration, Kultur zu bilden. Essen sollte sich bemühen, nicht nur Einkaufs- und Medizinstadt zu sein, sondern Stadt der Integration. Es gibt hier viel wie RAA, den Uni-Fachbereich Turkistik, das Zentrum für Türkeistudien, das Kulturwissenschaftliche Institut, Vorzeigeprojekte im Bereich der Sprachförderung. Das Rucksackprojekt ist ein Kassenschlager. Da müssen Netzwerke gebildet werden.
Was kann für gut gebildete Migranten getan werden?
Copur: Das Ausländeramt muss sich wandeln, es muss beispielsweise indische Professoren beraten können, in welcher Schule ihre Kinder mehrsprachig lernen können. Wir müssen Migranten bei der Personalentwicklung berücksichtigen. Sie brauchen kein Mitleid mehr. Viele gehören der Elite an. Es liegt im Interesse aller, sie einzubinden. Holen wir sie nicht ins Boot, bleiben die schlecht Ausgebildeten, nicht Integrierten übrig. Und dann: Prost Mahlzeit.
16:59
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10:33
Was hat das mit multikulti zu tun wenn nur türken kommen. Und wenn man von ausländer spricht, nur Türken gemeint sind?
19:31
was fehlt ist die mangelnde bereitschaft unserer ausländischen mitbürger, sich einzugliedern!!!! (jaaaa nicht alle über einen kamm scheren) da gibts keine disukussion für mich- SO IST ES!!!!
17:53
@ 64Ehemaliger sPD Wähler
Ich gebe Ihnen 100% tig Recht.
Ich kenne noch die Zeiten in denen man keine Türen abschließen mußte. ( nach 1945 )
08:17
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02:39
@62
Genau so siehts aus. Wenn der Moderation die Meinung Ihrer Leser nicht gefällt, dann sollte sie die Kommentarfunktion gleich abschaffen und nicht scheinheilich Kommentare zensieren, die nicht ins überparteiliche Bild passen.
19:56
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16:01
Was sagt Herr Copur eigentlich dazu?
Fatwas (oder eigentlich im Plural: Fatawa) sind Rechtsgutachten islamischer Gelehrter. Hier eine zum Thema Strafe für Homosexualität (http://www.islaminstitut.de/Anzeigen-von-Fatawa.43+M5390f9edd10.0.html)
Frage: „Sieht der Koran eine Bestrafung für Homosexualität vor?“
Antwort: Jeder, der sexuell abnorme Verhaltensweisen zeigt, wird mit der Strafe für Ehebruch belegt, wie es im Koran vorgeschrieben ist: Und kommt der Unzucht nicht nahe; seht, das ist eine Schändlichkeit und ein übler Weg’ (Sure 17, 32). Allah nannte die Tat von Lots Volk ebenfalls eine Schandtat: Wollt ihr eine Schandtat begehen, wie sie keiner in der Welt vor euch je begangen hat? (Sure 7, 80) Die Schändlichkeit ist verboten: Ihr sollt euch nicht den Schändlichkeiten nähern, seien sie offenkundig oder verborgen (Sure 6, 151).
Die [islamischen] Rechtsschulen sind sich bezüglich der Bestrafung der Homosexualität nicht einig. Einige unterscheiden [bei der Bestrafung] zwischen einem verheirateten und unverheirateten [Homosexuellen]. Andere schreiben vor, Homosexuelle von einem hoch gelegenen Ort hinunter zu stoßen, genauso wie Allah es mit dem Volk Lots getan hat. Andere Gelehrte schreiben vor, Homosexuelle zu verbrennen. Wir können von diesen Strafen diejenigen einsetzen, die zu unserer Zeit am besten passen.
21:11
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21:09
Ha Ha Ha.......... ohne Migranten wäre das Leben im Ruhrgebiet noch SCHÖNER und SICHERER !!!!