OB Reinhard Paß: „Wir sind auf dem richtigen Weg“

Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß zeigt sich beeindruckt vom Miteinander der Bürgerinnen und Bürger.
Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß zeigt sich beeindruckt vom Miteinander der Bürgerinnen und Bürger.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
In seinem Grußwort zum Jahreswechsel erinnert Essens Oberbürgermeister Reinhard Paß an das Sturmtief „Ela“ und zeigt sich beeindruckt vom Miteinander. Gefragt sei dieses auch an vielen anderen Stellen.

Essen.. „Liebe Essenerinnen, Liebe Essener, hinter uns liegt ein stürmisches Jahr. Und das im wahrsten Sinne des Wortes: Am 9. Juni zog das Sturmtief „Ela“ über Essen hinweg und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Die Schäden sind noch längst nicht alle beseitigt. Zwei Dinge haben mich jedoch bei den geleisteten Aufräumarbeiten besonders beeindruckt. Zum Ersten: Statt lange über die zerstörten Wälder und Grünanlagen zu klagen, nutzen wir die Chance, um unsere Stadt durch die Anpflanzung geeigneter Bäume widerstandsfähiger für die Zukunft zu machen. Die zweite Erkenntnis: Hier leben Menschen, die ohne zu zögern mit anpacken. Ich möchte diese Gelegenheit noch einmal nutzen, um mich ganz herzlich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz zu bedanken.

Aber auch an vielen anderen Stellen ist bürgerliches Engagement gefragt. Besonders deutlich wird dies an dem Umgang mit den vielen Flüchtlingen, die derzeit auch Essen erreichen. Zu Recht hat Papst Franziskus darauf verwiesen, dass sie ein ähnliches Schicksal wie Maria und Josef teilen, die laut biblischen Erzählungen selbst mit dem Jesuskind vor Verfolgung nach Ägypten fliehen mussten. Wir als Stadt unternehmen mit Unterstützung starker Partner daher alles, was nötig ist, um diese Menschen in ihrer Not zu versorgen.

Zahlreiche Beispiele zeigen mir immer wieder die Hilfsbereitschaft, Offenheit und Toleranz der Essenerinnen und Essener. Mir ist bewusst, dass das Fremde und Unbekannte in uns manchmal Ängste auslöst. Aber ich bin sicher, wir sind auf dem richtigen Weg, wenn wir auf Begegnung und Toleranz statt auf Ausgrenzung und Ablehnung setzen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir haben in 2014 vieles gemeinsam erreicht. Auch die nächsten Jahre werden Veränderungen mit sich bringen. Aber immer wieder wird es darauf ankommen, dass sich Menschen für andere einsetzen. Nur so leben wir als starke Gemeinschaft in dieser großartigen Stadt. Ich wünsche Ihnen allen einen guten Rutsch in das Jahr 2015.“