Nur 200 Teilnehmer bei „Bildungsstreik“ in Essen
17.11.2011 | 12:17 Uhr 2011-11-17T12:17:00+0100
Essen. Die Essener Bezirksschülervertretung hatte beim „Bildungsstreik“ mit rund 700 Teilnehmern gerechnet, am Ende kamen gerade einmal 200 Schüler und Studenten in der Innenstadt zusammen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, nachdem es 2009 zu Auseinandersetzungen gekommen war.
Deutlich weniger Schüler und Studenten kamen am Donnerstagvormittag zur „Bildungsstreik“-Kundgebung in die Innenstadt. Rund 200 junge Menschen nahmen am Zug durch die Innenstadt und der Abschlusskundgebung am Hirschlandplatz teil und forderten unter anderem die Abschaffung des G8-Abiturs und eine Einheitsschule statt des mehrgliedrigen Schulsystems.
Die Veranstalter, unter anderem die Essener Bezirksschülervertretung, hatten mit 700 Teilnehmern gerechnet, in Aufrufen war sogar von mehreren tausend Demonstranten die Rede gewesen. Die Polizei begleitete die Kundgebung mit einem Großaufgebot, weil es am 17. November 2009 bei der Bildungsdemo zu Auseinandersetzungen zwischen Kundgebungsteilnehmern und Polizisten gekommen war. Das politische und juristische juristische Nachspiel hatte länger als ein Jahr gedauert.
01:46
Richtig!
Und Arbeitnehmer könnten ja auch abends nach Feierabend streiken, das wäre auch nicht so lästig.
18:25
Kann irgendjemand folgendes bestätigen oder verneinen? Angeblich haben mehrere Leute versucht das Audimax Essen zu besetzen abends, sind aber daran gescheitert, dass die Türen abgeschlossen waren.
23:23
...gäbe es auch weniger hirnrissige Streiks.
17:29
Natürlich ist es eine Demonstration keine Rechtfertigung, nicht zur Schule zu gehen - es gibt kein Schülerstreikrecht! Eine Demonstration am Nachmittag wäre keine Ausrede zum Blaumachen, sondern eine echte politische Aussage - und könnte ihr volles Potential ausschöpfen.
16:21
Ich möchte Abbitte beim Kommentator #1 leisten.
Auf Nachfrage bei Schülern der von mir erwähnten Schule erklärte man mir, dass den Schülern nicht erlaubt worden sei, zum Bildungsstreik zu gehen. Die, die trotzdem heute morgen die Schule verlassen haben, hätten das nicht erlaubterweise getan.
Ob die zum Bildungsstreik gegangen sind ...
15:00
Nun mag der Reporter den Streik ja nicht gut gefunden haben. Als Vater verstehe ich das zwar nicht, da die Jugendlichen angesichts der miesen Bildungssituation allen Grund haben sich zu wehren.
Seine Meinung dazu aber durch hemmungsloses Runterrechnen der Teilnehmerzahl zu transportieren ist nicht in Ordnung. Als Augenzeuge der Demonstration kann ich eindeutig sagen, dass es wesentlich mehr Teilnehmer waren - ich denke über 500.
Dass die veröffentlichte Zahl nicht stimmen kann, sieht man übrigens auch an dem Foto.
14:56
es ist doch eine nette Geste der Polizei, dass sie mit einem "Grußaufgebot" dabei war. Sonst lese ich immer von einem Großaufgebot, aber endlich mal etwas Neues... ;-)
14:39
Da bekommt doch "Bildungsstreik" gleich eine ganz andere Bedeutung:
(Mindestens eine Schule mit über 700 Schülern hatte definitiv schulfrei.)
13:21
Die Lehrer drohen uns mit Fehlstunden, was sollen wir dagegen nur machen?