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NRW will Flüchtlinge in Düsseldorf und Essen unterbringen

11.10.2012 | 16:08 Uhr
NRW will Flüchtlinge in Düsseldorf und Essen unterbringen
Asylbewerber aus Dortmund sollen nach Köln und Unna gebracht werden. Zudem hat die Landesregierung Essen und Düsseldorf gebeten, Räume zur Verfügung zu stellen.Foto: Ralf Rottmann

Essen.  Die Stadt Dortmund kann auf Entlastung hoffen: Nachdem die Erstaufnahmestelle für Asylbewerber zuletzt wegen Überfüllung geschlossen werden musste, hat Köln angekündigt, 200 Flüchtlinge aufzunehmen. Zudem hat die Landesregierung Essen und Düsseldorf darum gebeten, Asylbewerber aufzunehmen.

Das Land NRW will Flüchtlinge in Essen und Düsseldorf unterbringen, um die überfüllte Erstaufnahmestelle für Asylbewerber in Dortmund zu entlasten. Die Landesregierung habe formale Amtshilfeersuchen an beide Städte gerichtet, sagte eine Sprecherin des Innenministeriums am Nachmittag. Man rechne allerdings damit, dass Essen und Düsseldorf erst in der kommenden Woche Schlafplätze für Asylbewerber bereitstellen könnten.

Bereits im Laufe des Donnerstagabends sollen Flüchtlinge aus Dortmund nach Köln gebracht werden . Die Domstadt hat am Nachmittag nach Angaben des Innenministerium zugesagt, eine Turnhalle zur Verfügung zu stellen, die 200 Flüchtlingen Platz bietet. Zudem sollen weitere Flüchtlinge auf die Zentralen Unterbringungseinrichtungen des Landes in Hemer und Schöppingen (Kreis Borken) aufgeteilt werden. Am Wochenende sollen zudem Schlafplätze in der Landesstelle Unna-Massen zur Verfügung stehen.

Landesregierung braucht Hilfe der Städte

Asyl
Dortmunder Flüchtlinge kommen nach Unna und Köln

300 Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und vom Balkan sollen vorübergehend in der Landesstelle Unna-Massen eine Bleibe finden, das teilten sowohl die Bezirksregierung in Arnsberg als auch die Stadt Unna mit. Die Maßnahme ist nötig, das Dortmunder Heime wegen des starken Ansturms überfüllt sind.

"Mit den formalen Ersuchen zeigen wir den Städten: Das ist für uns eine Sondersituation. Wir brauchen Hilfe", sagte eine Sprecherin des Innenministeriums. In Dortmund waren in den vergangenen Tagen hunderte Flüchtlinge mehr angekommen als Stadt und Land erwartet hatten. Die Erstaufnahmestelle, die grundsätzlich Platz für 300 Menschen bietet, musste spontan über tausend Flüchtlinge versorgen.

Dortmunder Kommunalpolitiker äußerten sich deshalb enttäuscht über das Land, von dem sie sich mehr Unterstützung versprochen hatten. "Keiner steht uns bei", sagt Stadtrat Wilhelm Steitz (Grüne). "Andere Städte sind genauso gut organisiert und ausgestattet, die könnten das auch", sagt Steitz mit Blick auf die Landeshauptstadt, die sich bislang nicht dazu geäußert hat, ob sie Flüchtlinge aufnimmt.

Dortmunder Kommunalpolitiker machen Düsseldorf Druck

Stadtrat Jürgen Eigenbrod sagte, er erwarte von der Landesregierung, dass sie Druck auf die Stadt Düsseldorf ausübe. Dort sei man froh, dass bislang andere "die Doofen spielen". Dortmund fühle sich von der Landesregierung alleingelassen. Mit dem formellen Amtshilfeersuchen dürfte die Regierung dieser Forderung nachgekommen sein.

Hintergrund
Wo die Flüchtlinge in NRW unterkommen

Flüchtlinge, die in NRW ankommen, durchlaufen zunächst eine der beiden Erstaufnahmestellen in Dortmund und Bielefeld. Dort sollen Flüchtlinge im Normalfall nur wenige Tage verweilen, bis ihre Daten komplett aufgenommen worden sind. Die Dortmunder Einrichtung bietet grundsätzlich Platz für 300 Antragsteller. Derzeit sind aber über 700 weitere Flüchtlinge in Ersatzunterkünften untergebracht.

Der nächste Schritt führt die Flüchtlinge in eine der beiden Zentralen Unterbringungseinrichtungen. Diese liegen in Schöppingen (Kreis Borken) und Hemer im Sauerland. Zusammen bieten sie nach Angaben der Landesregierung 1550 Flüchtlingen Platz.

Dort verweilen Asylbewerber zwischen sechs Wochen und drei Monate, dann werden sie einer Kommune zugeteilt. Wie viele Asylbewerber eine Kommune aufnehmen muss, berechnet sich nach dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel", der die Einwohnerzahl und das Steueraufkommen einer Kommune berücksichtigt.

In den vergangenen Monaten ist die Zahl der Flüchtlinge, die nach NRW gekommen sind, sprunghaft angestiegen. Die Erstaufnahmestellen in Dortmund und Bielefeld sind überfüllt. Die Stadt Dortmund sah sich deshalb genötigt, einen Aufnahemstopp zu verhängen .

  1. Seite 1: NRW will Flüchtlinge in Düsseldorf und Essen unterbringen
    Seite 2: Asylbewerber sollen in ehemaligem Krankenhaus in Neuss untergebracht werden

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Kommentare
11.10.2012
21:21
@Anette
von knutmithut | #25

Nein, sie fehlen nicht in der Statistik!
Asylbewerber bleibt Asylbewerber und einen Fluchtgrund gibt es gerade schon wegen der rassistischen Ausfälle in Ungarn und Bulgarien.
Bitte keine Unwahrheiten verbreiten!

11.10.2012
21:17
NRW will Flüchtlinge in Düsseldorf und Essen unterbringen
von clausdieter | #24

Asylbewerber sind willkommen. Das Problem ist aber aus welchen Ländern??
Zur Zeit würde ich nur Personen aus Syrien aufnehmen.

Abgesehen davon, warum werden so viele Kommentare blockiert?

1 Antwort
NRW will Flüchtlinge in Düsseldorf und Essen unterbringen
von Moderation | #24-1

Weil viele Kommentare, die manche User für berechtigte Kritik halten, berechtigterweise vor Gericht als Volksverherzung und Rassismus gelten. Und wir werden der Proliferation von gezielter Desinformation und plumpem Ausländerhass sicherlich keinen Vorschub leisten. Darum sind so viele Kommentare blockiert.

11.10.2012
19:56
knutmithut | #20
von AnnetteP | #23

Natürlich ist die Zahl der Asylbewerber zurück gegangen. Dafür kommen aber bedeutet mehr "Flüchtlinge" aus Rumänien, Bulgarien, Serbien usw. Da das keine Asylbewerber sind fehlen sie auch in der entsprechenden Statistik. Dadurch sinken die Kosten für "Flüchtlinge" insgesamt aber nicht.

Nach Dortmund sind in den letzten drei Jahren ca. 4000 Menschen aus Bulgarien und Rumänien eingewandert. Die zählen natürlich nicht in der Statistik für Asylbewerber.

11.10.2012
19:41
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Name von Moderation entfernt | #22

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

11.10.2012
19:37
Ja-jaa, die Welt geht unter...
von PaulPanter | #21

Wenn dieses Jahr 40000 Flüchtlinge kommen, so ist das
1 Flüchtling pro 2000 Einwohner in Deutschland.

Das klingt geradezu nach Untergang des Abendlandes.

1 Antwort
NRW will Flüchtlinge in Düsseldorf und Essen unterbringen
von An77 | #21-1

Ah! Noch einer der Volker Pispers gerne genießt?

Ganz ihrer Meinung....

11.10.2012
19:36
NRW will Flüchtlinge in Düsseldorf und Essen unterbringen
von knutmithut | #20

@18:
Statt einer dummen, nachgeplapperten Stammtischmeinung solltest du dir mal leiber die Fakten anschauen:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/asyl-statistiken-belegen-rueckgang-von-bewerbern-und-kosten-a-845546.html

11.10.2012
19:12
NRW will Flüchtlinge in Düsseldorf und Essen unterbringen
von aufkoks | #19

Meine ist ..."...........$£££€€€€€ & {%##%%%} so das wars, ich hoffe mein Text wird nicht zensiert.

11.10.2012
19:11
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #18

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11.10.2012
19:10
Real seit Jahren rücklaufende Asylbewerberzahlen
von knutmithut | #17

Liebe waz,
[off topic], aber mit keinem Wort wurde bisher z.B. darauf hingewiesen, dass die Asylbewerberzahlen rückläufig sind und allein im Vergleich zu den 90er Jahren quasi nicht existent.
Die Kollegen vom Spiegel haben die Fakten vor kurzem ganz gut auf den Punkt gebracht:
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/asyl-statistiken-belegen-rueckgang-von-bewerbern-und-kosten-a-845546.html

Genau an den rücklaufenden Asylbewerberzahlen liegt gerade das Problem, da das Land mit den Jahren zahlreiche Auffanglager geschlossen oder zusammengelegt und reduziert hat. Auf Kosten des eh schon bescheidenen Lebensstandard der Flüchtlinge, die mit zig Personen auf kleinstem Raum leben!

11.10.2012
18:57
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #16

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1 Antwort
ach,
von Ani-Metaber | #16-1

"(w)eil die monatlichen Leistungen gestiegen sind" gibt es einen Bürgerkrieg in Syrien?

Deshalb geht es den Menschen in Südosteuropa bei der Finanzkrise besonders schlecht?

Und wo äußérn Sie sich kritisch?
Fragen Sie, ob nicht die bundesdeutsche Regierung wissen könen sollte, was auf dei BRD aufgrund der Zustände im Ausland erwarten kann?
Fragen Sie, warum die Prüfung von Asylanträgen mehr als ein Jahr dauern muss und warum immer noch Beamte vorzeitig in Pension geschickt werden, obwohl es staatliche Aufgaben gibt, für die sie eingesetzt werden könnten?

Oder haben Sie Kritik daran, dass ein festgestelltes Exitenzminimum Menschen zugebilligt wird?
Dass wäre aber keine Kritik, sondern möglicherweise der Versuch, anderen das Menschsein absprechen zu wollen.

Das aber sollten Sie mal überdenken.

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