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Sanierung Voßgätters Mühle

Zurück zu den Wurzeln

02.08.2012 | 21:27 Uhr
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Zurück zu den Wurzeln

Borbeck. Alles neu an der alten Voßgätters Mühle? Wie man es nimmt: Bei der nun abgeschlossenen Fassadengestaltung des Naturschutzzentrums am Möllhoven jedenfalls besann man sich auf die Wurzeln des Domizils, das ab sofort – dem historischen Vorbild folgend – in ziegelrot erstrahlt. Augenfälliger Beleg dafür, dass die Sanierung des Stützpunktes der Naturschutzjugend (NAJU) Mülheim/Essen stetig voranschreitet.

Das Gerüst, das über Monate hinweg die Mühle verhüllte, gehört seit Beginn der Woche der Vergangenheit an. Im Schatten der mausgrauen Planen hatten Arbeiter den alten Fassadenputz komplett entfernt, das Gemäuer mit Sandstrahlern gereinigt, neu verfugt und abschließend mit einer transparenten Schutzschicht versehen. „Die Backstein-Struktur verändert die Optik natürlich außerordentlich“, sagt Ulrich Wienands, Mitglied des NABU-Vorstandes.

Das I-Tüpfelchen folgt schon bald, wenn die neuen Fenster eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich um eine Holzversion, die jedoch vom Dämmverhalten und in Sachen Energie-Sparen modernen Ansprüchen genügt. Auch der Innenausbau schreitet voran. Rigips-Platten wurden montiert, die Räume so neu strukturiert sowie die Sanitäranlagen installiert. Seit Wochenanfang ziehen die Elektro-Fachmänner ihre Strippen.

Dies alles kostet natürlich Geld – und dies kommt nicht zuletzt von der Bezirksvertretung IV, die erneut 10 000 Euro Zuschuss gewährte. Überhaupt gingen und gehen immer wieder – auch private – Spenden auf das Konto des Fördervereins ein.

Spende über 1500 Euro

Am 3. August wird Dr. Horst Pomp, Vorsitzender des NAJU-Fördervereins, eine weitere Spende der Grünen aus dem Landschaftsverband Ruhr (LVR) in Höhe von 1500 Euro in Empfang nehmen. Die Übergabe übernimmt Bürgermeister Rolf Fliß, der das Projekt seit Beginn unterstützt. „Ich möchte mich an dieser Stelle im Namen aller Beteiligten herzlich für die Unterstützung bedanken“, so Wienands, der jedoch auch darauf hinweist, dass die Sanierung ohne die Hilfe der Allbau AG nicht zu bewältigen wäre: „Die Fachleute des Allbau nehmen uns praktisch alle Aufgaben, die direkt mit dem Bau in Verbindung stehen ab. Dies ist eine immense Erleichterung.“

Im und am Gebäude geht also alles seinen Gang. Und so kann sich Ulrich Wienands schon einmal konstruktive Gedanken über die Gestaltung des umliegenden Gartens und Außenbereichs machen. Rechts der Mühle entsteht eine Rampe – Stichwort: Barrierefreiheit – während auf der linken Seite eine ganz besondere Überraschung wartet: „Dank der Krupp-Stiftung werden uns Metallschlosser ein neues Wasserrad bauen“, erklärt Wienands. Trotz des nah dahinplätschernden Mühlenbaches dient das Rad jedoch nur der schöneren Optik.

Michael Heiße

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