Zehn Millionen abgeschöpft
19.01.2009 | 19:45 Uhr 2009-01-19T19:45:03+0100Dafür kommen Abwasserkanal und Renaturierung des Borbecker Mühlenbachs zwei bis drei Jahre später.Ingenieure der Emschergenossenschaft haben Dreckrohr und Anschlüsse neu geplant
Frohnhausen/Altendorf. Eigentlich hätten die Vortriebsmaschinen neben dem Borbecker Mühlenbach längst Kanalrohrstücke Richtung Norden voranpressen sollen. Aber beiderseits des in die Landschaft betonierten Bachbettes tut sich vorerst nichts. Der Grund sind neue Planungen für die Renaturierung des Bachlaufes und damit verbundene Einsparungen.
"Nach den ersten beiden Bauabschnitten von der Margarethenhöhe bis zum Depot der Essener Verkehrs AG haben unsere Ingenieure die Trasse des Abwasserkanals noch einmal komplett neu geplant. Dazu gehörten auch alle Anschlüsse der städtischen Leitungen und Regenüberlaufbecken. Ergebnis: Wir sparen mengenweise Erdaushub, weil der Kanal nicht mehr tief in der Erde liegen muss", beschreibt Michael Steinbach, Sprecher der Emschergenossenschaft/Lippeverband. "Wir können gleichzeitig eine Summe von zehn Millionen Euro abschöpfen und sparen." Ob damit auch etwas verkürzte Bauzeiten verbunden sind, sei witterungsabhängig.
Damit steht auch fest: Vor Ende des Jahres 2010 arbeiten Bauleute nicht am vierten Abschnitt des neuen Kanals, der Abwässer aus dem Borbecker Mühlenbach aufnehmen und ableiten soll, während ausschließlich Regen- und Oberflächenwasser den Bach speisen. "Der Kanal wird dann in offener Baugrube verlegt", erläutert Steinbach. Direkt im Anschluss daran könne das betonierte, gerade Bachbett abgerissen und der Wasserlauf renaturiert werden. Erst 2011 erreichen die Kanalbauer die Altendorfer Straße. frh-Siehe auch: Landesgeld bisher nicht eingetroffen
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