Zeche Carl ruft zum künstlerischen Mitgestalten auf

Schräg und skurril soll es am Sonntag im Kaiser-Wilhelm-Park zugehen.
Schräg und skurril soll es am Sonntag im Kaiser-Wilhelm-Park zugehen.
Foto: DAMIAN GORCZANY
Am Sonntag feiert der „Tag im Park“ Premiere. Im Kaiser-Wilhelm-Park erwarten Künstlerinnen und Künstler die Besucher und werden sie zum Mitmachen animieren.

Altenessen..  Die Premiere im vergangenen Jahr stand unter keinem guten Stern. Zum geplanten Termin im August war der Kaiser-Wilhelm-Park nach dem Sturm Ela noch gesperrt. Am Sonntag, 31. Mai, soll er nun endlich stattfinden, der „Tag im Park“.

„Jeder kann kommen und mitmachen“, sagt Joscha Hendricksen, Performance-Künstler und Ideengeber der Veranstaltung, die er gemeinsam mit der Zeche Carl auf die Beine gestellt hat. Gefördert wird der „Tag im Park“ von der Stiftung Ruhr2010, der Allbau Stiftung und dem Land. Die Veranstaltung gehört zum Projekt „Kunst schafft Stadt“. Seit Anfang 2013 schickt Carl junge Künstlerinnen und Künstler aus dem Ruhrgebiet in den Stadtteil. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem eigenen Stadtteil und seinen Möglichkeiten stifte und stärke Identität.

Von 14 bis 18 Uhr werden am Sonntag mehr als 40 Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Bereichen auf die Besucher warten – Maler, Musiker, Schauspieler usw. Unter ihnen zum Beispiel der Mamadou Camara, der in Westafrika geborene Percussionist, oder die ebenfalls in Essen lebende Autorin Ida Daut, die gemeinsam mit der Akkordeonisten Galina Filenkov mitmachen wird.

Dabei geht es keineswegs darum, die Kunst zu konsumieren. „Die Besucher sollen keine Scheu haben, mitzumachen“, sagt Joscha Hendricksen. Wer hat, darf gerne ein Instrument mitbringen und einen Beitrag zum Gelingen beitragen. Es soll spontan aus der Begegnung etwas entstehen können. „Wir wollen sehen, worauf sich die Menschen einlassen“, erklärt der Organisator. Für die Besucher, die nicht durch den Park streifen wollen, gibt es an zentraler Stelle ein durchlaufendes Programm. Schräg-schön soll die Veranstaltung werden. Die mögliche Grenze zwischen den Kunst-Profis und den interessierten Besuchern soll nicht nur verschwimmen, sondern schlichtweg verschwinden. Es sollen Menschen zusammengebracht werden, die sich an Kunst erfreuen.

Einzig das Versammeln zum gemeinsamen Schlussbild um 17.45 Uhr auf dem Festplatz scheint am Sonntag festgelegt zu sein. „Der Begriff des Spielplatzes für die Kunst trifft es ganz gut“, erklärt Joscha Hendricksen.

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