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Werbespots für ein gesundes Klima

02.02.2012 | 19:06 Uhr
Werbespots für ein gesundes Klima
13 Schülerinnen des MGB nehmen an dem internationalen Projekt unter der Schirmherrschaft von Angela Merkel teil.. Foto: Olaf Fuhrmann

Borbeck.   Klimawandel, Nachhaltigkeit, Konsum: Fast zwei Jahre lang werden sich 13 Schülerinnen des Mädchengymnasiums Borbeck zusätzlich zum Unterricht mit diesen Themen befassern. Sie nehmen als eine von nur zwei Schulen in Deutschland an dem internationalen Projekt „Jugend-denkt-um.welt“ teil.

Sie sind jung, engagiert und werden bald Klimabotschafterinnen sein: 13 Schülerinnen des Mädchengymnasiums Borbeck (MGB) setzen sich im Rahmen des internationalen Projekts „Jugend-denkt-um.welt“ intensiv mit Umweltthemen auseinander. Das Gymnasium ist eine von bundesweit nur zwei Schulen, die an dem globalen Klimaprojekt teilnehmen.

Bereits seit November beschäftigen sich die Gymnasiastinnen mit den Themen Mobilität, Konsum und Energie. Um ihre Ideen in öffentlichkeitswirksame Konzepte zu bringen, ist in dieser Woche ein Regisseur in Borbeck zu Gast und entwickelt mit den Mädchen erste Drehbücher. „Daraus sollen dann Klima-Werbespots entstehen, die auf die Sorgen und Gedanken der Jugendlichen rund um den Klimaschutz aufmerksam machen werden“, erklärt Helmut Spiering, Projektleiter und Wegbegleiter der Idee seit 2008. Spiering reiste am Mittwoch aus Osnabrück an, um den neugierigen Eltern der 13 Klimabotschafterinnen zu zeigen, was ihre Töchter da eigentlich so machen – und was es ihnen nutzen kann.

„Schauen Sie in die Gesichter der Kinder, die sind wach, die wollen was verändern“, zeigte sich der ehemalige Gymnasiallehrer Spiering begeistert von der Borbecker Gruppe, „wer wach ist, der kann Welten erschließen.“

Nicht gleich Welten, aber zumindest schon mal die eigene Kreativität und Gestaltungskraft erschlossen sich die Mädchen in dieser Woche in dem Workshop mit Thomas Frick. Der Filmemacher half den Jugendlichen, ihre Ideen rund um den Klimaschutz in erste Drehbuchvorlagen zu bringen. Doch dies sei nur der Anfang, betonte Frick. „Die Mädchen sollen zu kompetenten Klimabotschafterinnen werden, dazu gehört auch, frech zu bleiben und seine Meinung zu äußern, wenn man vor der Kanzlerin steht.“

Dazu werde in weiteren Workshops beispielsweise ein Schauspieltrainer eingeladen. Zunächst geht es für die 13 Mädchen in der kommenden Woche nach Wolfsburg. In einem nationalen Workshop lernen sie die anderen deutschen Teilnehmer aus Osnabrück kennen und entwickeln ihre Ideen weiter. Im April steht dann ein internationaler Workshop mit Schulen u.a. aus Brasilien, Peru, Bulgarien und China an. Damit aus den Gymnasiastinnen echte Klimabotschafterinnen werden können, sind sie auf die heimischen Sponsoren angewiesen. „Wir haben bereits das RWE für unser Projekt gewinnen können“, freut sich Schulleiterin Katy Wenning, „unsere Mädchen brauchen aber weitere Unterstützung, damit das Projekt ein voller Erfolg werden kann.“

Anna Gemünd

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