Vorteilhafte Zusammenarbeit Schnelle Hilfe
10.03.2008 | 16:55 Uhr 2008-03-10T16:55:09+0100Letzte der vier Stadtteil-Abteilungen des Jugendpsychologischen Instituts eröffnet.Am Frohnhauser Markt sind Kita-Betreuung und Beratungsangebote ab sofort im gleichen Haus untergebracht
Frohnhausen. Wenn das Kind Probleme mit den Hausaufgaben und den Lehrern hat, sich nicht länger konzentrieren kann und einfach nicht mehr in die Schule will, kann es in Frohnhausen jetzt wieder zurück in den Kindergarten. Dabei wird es allerdings kaum wieder in die alte Spielgruppe aufgenommen, denn wenn es in der Schule oder anderswo Belastungen für Kinder gibt, findet sich jetzt Hilfe in der Frohnhauser Abteilung des Jugendpsychologischen Instituts (JPI). Das befindet sich ab sofort offiziell in den ehemaligen Horträumen der Kindertagesstätte "Schwedenheim". Beratung und Therapie für Eltern, Kinder und Jugendliche bieten die psychologisch und pädagogisch geschulten JPI-Mitarbeiter schon seit einigen Jahren kostenlos und ohne große Anmeldungsformalitäten an.
Jetzt befindet sich eine Abteilung auch für Frohnhauser Familien in der Nähe. " Dies ist der letzte Schlussstein für ein verändertes JPI", erklärt Eckhard Hömberg, Leiter des Instituts. "Damit ist der Prozess, mit unserem Angebot direkt in die Stadtteile zu gehen, abgeschlossen." Wie schon im Altendorfer JPI, dessen Räume über dem Stadtteilbüro "Treffpunkt" liegen, soll auch durch die Nähe zur Kita "Schwedenheim" den Zugang erleichtern. Besteht Bedarf an Beratung oder Therapie bei einem Kita-Kind ist der Weg nicht weit. Leiterin Barbara Görgen ist froh, dass die ehemaligen Hort-räume jetzt neu genutzt werden. "Wir hatten schon immer einen guten Kontakt zu den Mitarbeitern des Instituts, haben ihr Angebote gern weitervermittelt", erklärt sie.
Gabriele Duvenkamp, Hildegard Veutgen und Gabriele Mannheim-Fricke werden ab sofort dienstags bis freitags die JPI-Ansprechpartner sein. Die Terminvergabe läuft dabei über das Sekretariat in der Altendorfer Abteilung, dies kann problemlos telefonisch geschehen. Die eigentliche Beratung findet dann im "Schwedenheim" statt. Georg Pepping, Leiter des Altendorfer Teams, weiß um die Bedeutung der schnellen Erreichbarkeit. "Uns war immer schon wichtig, dass Familien ohne große Umstände Kontakt zu uns aufnehmen können. Wir wissen, dass lange Wege manchmal hinderlich sind", sagt er.
Frohnhausen allerdings ist kein Stadtteil mit hoher Geburtenrate. Junge Familien sind ein seltener Anblick. Der stellvertretende Jugendamtsleiter Reinhart Harms sieht allerdings in diesem Umstand eine Chance. "Die Info-Abende, Gesprächskreise und Beratungsstunden unterstützen die Familien. Solche Angebote machen auf Dauer das Umfeld für Eltern und Kinder attraktiver", stellt er fest.
Für diesen Ansatz kann die Bekanntheit des "Schwedenheims" ein großer Vorteil sein. Die Kinderbetreuung in der Nähe des Frohnhauser Platzes ist seit langer Zeit etabliert. Mittlerweile besucht mitunter bereits die vierte Generation die Kita-Räume. Nächstes Jahr feiert das "Schwedenheim" 60-jähriges Bestehen. "Dieses Haus war schon immer auch ein Zuhause für Kinder und Eltern, das ist eine gute Basis für die Arbeit der JPI-Leute", stellt Barbara Görgen fest.
Die gute Zusammenarbeit zwischen Erzieherinnen und JPI-Mitarbeitern hat sich bereits bewährt. Zwar wurde jetzt erst die neue Abteilung offiziell eingeweiht, doch Beratungen, Gespräche und Therapien finden schon seit letztem Jahr statt. Die räumliche Nähe zwischen Kinder-Betreuung und psychologischer Hilfe wird auch in Zukunft zahlreiche Vorteile haben. Bei Fragen können Eltern gleich die Experten nebenan fragen.
Vom förmlichen Namen des Jugendpsychologischen Instituts (JPI) sollte man sich nicht abschrecken lassen. Das Angebot der Psychologen, Sozialarbeiter und Pädagogen richtet sich an alle Eltern, die mehr über die Möglichkeiten einer guten Erziehung erfahren wollen. Auch Jugendliche können ohne Wissen von Mutter und Vater schnelle Hilfe bei den Experten finden. Eine Anmeldung im Sekretariat in der Altendorfer JPI-Abteilung genügt Tel: 88 51 800.
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