Viel Unmut – wenig Vertrauen

Hatten keinen leichten Stand: (von links): Rolf Friesenwikel (EBE), Susanne Skorzik (Stellv. Wachleiterin), Dirk Lewandowitz (Leiter der Führungsstelle) und Jürgen Kromat (Streifendienst).
Hatten keinen leichten Stand: (von links): Rolf Friesenwikel (EBE), Susanne Skorzik (Stellv. Wachleiterin), Dirk Lewandowitz (Leiter der Führungsstelle) und Jürgen Kromat (Streifendienst).
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
SPD Katernberg hatte zur Diskussion über Sauberkeit und Sicherheit eingeladen. Die Experten hatten keinen leichten Stand.

Essen-Katernberg..  Die SPD Katernberg hatte Dienstagabend zur Diskussion über Sicherheit und Sauberkeit im Stadtteil eingeladen. Ein Katernberger brachte die Gemütslage im evangelischen Gemeindehaus auf den Punkt: „Ich wohne gerne in Katernberg, aber ich schäme ich mich über manche Ecken, in denen Müll liegt.“

Ortsvereinsvorsitzender Lucien Luckau hatte für ein kompetent besetztes Podium gesorgt. Mit EBE-Prokurist Dirk Lewandowitz, Katernbergs Stellv. Wachleiterin Susanne Skorzik, dem Stellv. Inspektionsleiter Dirk Lewandowitz sowie Jürgen Kromat vom Allgemeinen Streifendienst der Stadt saßen vier Experten auf der Bühne.

Doch sie spielten an diesem Abend mehr oder weniger eine Nebenrolle. Die etwa 50 Bürger, die der Einladung gefolgt waren, nutzten nämlich die Chance, kräftig Luft ablassen zu können.

Sauberkeit

Sperrmüll, der tagelang vor dem Nachbarhaus liegt; Wiesen, auf denen das Unkraut wuchert; Altkleider-Container, die den Müll geradezu anziehen; Pro und Contra zur „Picobello“-Aktion: Die Liste der Klagen war lang. Besonders Rolf Friesewinkel versuchte zu erklären, wo die Schwierigkeiten für den Entsorgungsbetrieb liegen.

So werde Sperrmüll ohne Zusatzgebühr abgefahren, und zwar täglich 40 Mal – wenn man sich anmeldet. Für den restlichen Sperrmüll bleibe einfach keine Zeit.

Altkleider-Container stehen meist auf Privatgrundstücken – für die Sauberkeit müsse der Eigentümer sorgen. Bis Streitfälle gelöst sind, habe der Container-Aufsteller schon genug Geld verdient, als dass ihn ein Ordnungsgeld noch störe. Das sei „Wegelagerei und Piraterie“. In Kürze werde aber das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ein Urteil fällen. Die EBE hofft, danach die Container abräumen zu dürfen. Derzeit sei sie jedoch noch machtlos.

Sicherheit

Besonders ältere Katernberger fühlen sich bedroht, wenn sie mal jemanden bitten, nicht falsch zu parken oder Müll nicht achtlos wegzuwerfen. Als „Kartoffelfresser“ wurde eine Seniorin beschimpft, andere hörte „Wir dürfen hier alles!“ „Ich möchte doch kein Messer im Rücken haben“, unterstrich eine Frau.Die Polizei bittet, sie immer wieder anzurufen, damit sie einschreiten könne. Doch „Essen und Katernberg sind keine unsicheren Orte“, sagte Dirk Lewandowitz – was ihm aber nicht jeder abnahm.

Drogen

Ein Haus an einer Engstelle der Katernberger Straße haben die Anwohner besonders im Visier. Außerdem werde auf dem Friedhof gedealt und nachts auf dem L

Unter Generalverdacht

idl-Parkplatz Waren umgeladen.

Ob es für all die Probleme eine Lösung gibt? Bezirksbürgermeister Michael Zühlke ist skeptisch: „In zehn Jahren beschäftigen wir uns noch immer mit dem Thema.“