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Viel Raum für Kreativität

22.08.2007 | 06:46 Uhr

Das Kinder- und Jugendhaus "Hü" unterstützt die benachbarte Grundschule beim "Offenen Ganztag".Breit gefächertes Angebot reicht von der eigenen Konzertbühne bis zum "Snoezelraum" unter den Dach.

SCHWERPUNKT JUGENDHÄUSERSteele. Offiziell heißt es Kinder- und Jugendzentrum Steele, bekannt ist es aber unter der Abkürzung "Hüweg" oder einfach "Hü", abgeleitet von der Adresse Hünninghausenweg. Probenräume im Keller, ein Konzertsaal, Außengelände und Bereiche für Kinder und Jugendliche umfasst das bunte Haus. Ein Team aus erfahrenen Sozialpädagogen und Erziehern kümmert sich um alles, was Kinder und Jugendliche gerade interessiert.

Da wäre zum einen der Kinderbereich. Boris Denkler kümmert sich um die Jungen und Mädchen im Alter von 6 bis 14 Jahren. "Wobei Zwölfjährige sich noch fürs Kinderprogramm interessieren, Ältere empfinden sich eher als Jugendliche und wechseln dann zum Jugendangebot", sagt Denkler. Kein Problem - alles ist in einem Haus. Da kennen viele Kinder das Gesamtprogramm und finden genau das, was zu ihnen passt. Der Kinderbereich ist mittlerweile mit dem offenen Ganztagsangebot (OGS) der Ruhrauschule kombiniert.

Die obere Etage dient ab September den OGS-Anforderungen: Hausaufgabenbetreuung, Mittagessen und Freizeitangebote. "Seit Jahren arbeiten wir mit den Lehrern der Schule zusammen. Wir sind schließlich Nachbarn, da bot sich eine gemeinsame Raumnutzung an", erklärt Boris Denkler.

Ansonsten gibt es im offenen Kinderbereich immer etwas zu entdecken. Ausflüge gehören zum Programm, Computer stehen zur Verfügung. Fußballtraining und Disco finden regelmäßig statt. Im "Snoezelraum" unterm Dach geht es kuschelig zu. Der weiche Flausch-Boden und leise Musik bringen die Kinder zur Ruhe. Draußen dagegen darf getobt werden. Der Spielplatz vor dem Haus hat vor wenigen Monaten einen neuen Anstrich bekommen. "Hauskünstler" Andel Goy griff gemeinsam mit den Kindern zum Pinsel. Obwohl nicht fest angestellt, steht der studierte Künstler immer wieder für kreative Projekte zur Verfügung. Vor dem Neuanstrich fanden intensive Farbplanungen statt. "Die Kinder haben absolutes Mitspracherecht. Sie sollen sagen können: Das haben wir gemacht", sagt Goy.

Schwerpunkt im Jugendbereich ist die Musik. Das Jugendkulturcafé "Hü-Culture" soll Mittelpunkt des Angebots sein, eine Plattform zum Treffen und Austauschen bieten. "Bisher wird das Café aber nicht richtig genutzt", stellt Jörg Sender fest. Er und Barbaros Hizal sind für den Jugendbereich zuständig. Anders als das Café wird das regelmäßige Konzertprogramm intensiv genutzt. Die "Rocktage Ost" finden im Konzertsaal statt. Nachwuchsbands haben im "Hü" eine Auftrittsmöglichkeit. Elf Bands proben in den beiden Proberäumen im Keller. Jeden Tag üben sie, die Jüngeren mit Instrumenten des Jugendzentrums. "Gute Bandbetreuung ist uns wichtig", erklärt Jörg Sender. "Das wissen die Jugendlichen zu schätzen. Bei uns wird ihre Liebe zur Musik ernst genommen. "Weiterer Ausbau Richtung Kulturförderung findet statt. Das "Hü" soll Raum für Kreativität bieten. Die Mitarbeiter wissen, dass Arbeit an Projekten wie Musik, Theater oder Film bei der Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen entscheidend sein kann. Im "Hü" finden sie Möglichkeiten, kreativ etwas Eigenes zu schaffen.

Von Sonja Pizonka

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