Und ewig lächelt der Gecko Volles Programm
20.06.2007 | 09:35 Uhr 2007-06-20T09:35:45+0200Seit den 70er Jahren gibt es den Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche in Kray.Im Keller darf es durchaus auch einmal laut werden.
SCHWERPUNKT JUGENDHÄUSERKray. Der lächelnde Gecko auf der bemalten Eingangstür des evangelischen Jugendhauses steht für den Haus-Namen "Gecko". Ein wenig versteckt liegt der Zugang. Doch ist der erst einmal gefunden, geht es direkt in den Kinder- und Jugendbereich. Wie so üblich liegen die Räume für die Jugend im Keller.
"Der Jugendtreff besteht seit den Siebziger Jahren. Es war üblich, die Kinder in den Keller zu schicken. Dort konnten sie dann so laut sein wie sie wollten", erklärt Pädagoge Thomas Lange. Er und sein Team betreuen die einzelnen Bereiche. Beim "Gecko" liegen im Keller all die Räume für den offenen Kinder- und Jugendbereich. Werkstatt, ein Zimmer für Gesellschaftsspiele, Töpferraum und Probemöglichkeit für Bands befinden sich unter der Erde. In Planung ist derzeit ein Computerraum mit mehreren Rechnern und schneller Internetverbindung. Ein Wasserschaden hat das Projekt vorerst jedoch aufgehalten. Im Keller liegt ebenso die Küche, nicht nur bei den Kochgruppen ein beliebter Ort. Obst ist immer in greifbarer Nähe. Beim kleinen Hunger lohnt sich ein Gang in die neuen Küchenräume, die durch Spenden finanziert wurden. Pädagogin Ute Moser-Peter betreut das Kochangebot.
"Die Entstehung der Kochgruppen hängt in erster Linie mit dem Hunger der Kinder zusammen", erklärt sie. "Die Jungen und Mädchen kommen mit knurrendem Magen von der Schule. Besser sie bekommen ein gesundes Essen als eben einen schnellen Schoko-Riegel." Die Kochgruppen werden gut angenommen. Nicht nur der Appetit steht dabei im Vordergrund, sondern auch die Erfahrung selbst etwas Leckeres zu kochen. Weitere Räume liegen in den zwei oberen Etagen. Direkt neben dem Treppenhaus liegt der kleine Mädchenraum. "Über den sind wir nicht ganz glücklich", sagt Thomas Lange. Das Zimmer ist recht klein und nur ein schmales Fensterband sorgt unter der Decke für Licht. Doch die Mädchen haben das Beste aus der Lage gemacht und sich den Raum überaus gemütlich gestaltet.
Auf derselben Etage liegt der Konzertsaal mit Bühne, großen Ledersofas und Theke. Generationen von Jugendlichen haben an diesen Wänden schon gelehnt. Thomas Lange hofft auf baldige Runderneuerung. Noch ein Stockwerk höher zeigt sich, wie solche Runderneuerung aussehen kann. Unter dem Dach treffen sich alle Gruppen, die viel Platz brauchen. Ob Trommeln, Caiporeia oder Diaoblo. Auf dem Holzboden finden sie ihren Platz. Regelmäßig findet unterm Dach das Kinderkino statt, davon zeugt das große Schild im Fenster. Alle Besucher des "Gecko" sind in irgendeiner Weise kreativ.
Kira (10) und Jenny (12) stellen gerade eine Tanzgruppe auf die Beine. Mit sechs weiteren Mädchen proben sie immer freitags von 17 bis 18.30 Uhr unterm Dach ihre Choreographien aus HipHop und Bauchtanz. "Vorher waren wir in der Cheerleader-Gruppe", sagt Jenny. "Die hat sich aufgelöst, aber wir wollen weitertanzen. Deswegen haben wir unsere eigene Gruppe gegründet." Derzeit suchen sie noch Mitglieder. Jenny und Kira sind fast jeden Tag im "Gecko".
Nach der Schule ist das Haus ein beliebter Treffpunkt. Zivildienstleistender Fatih Sari kannte das Haus vorher jedoch überhaupt nicht. "Ich war überrascht, dass es in der Nähe so etwas überhaupt gibt", sagt er.
Das "Gecko" ist nicht nur beliebter Treffpunkt bei Kindern und Jugendlichen. Im Jugendhaus gibt es allerlei Programm. Neben dem offenen Bereich gibt es Gruppenangebote für Groß und Klein. Besonders beliebt ist das Gecko-Mobil, ein Transporter voll mit tollen Spielgeräten. Dreimal in der Woche fährt das Gecko-Mobil los und bringt den Spaß direkt vor die Haustür.
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