Schonnebeck erwartet 70 Flüchtlinge

Sozialdezernent Peter Renzel einmal mehr im Dialog mit den Bürger.
Sozialdezernent Peter Renzel einmal mehr im Dialog mit den Bürger.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
An der Karl-Meyer-Straße wird eine weitere Unterkunft für Flüchtlinge und Asylbewerber eingerichtet. Die Stadt informierte am Dienstag in Katernberg.

Schonnebeck/Katernberg..  70 Flüchtlinge und Asylbewerber sollen in zwei Wochen das ehemalige Gesundheitshaus der RAG an der Karl-Meyer-Straße 42 in Schonnebeck beziehen. Sozialdezernent Peter Renzel informierte die Bürger darüber am Dienstagabend im Gemeindesaal der Ev. Kirchengemeinde in Katernberg. Etwa 40 Anwohner waren der Einladung gefolgt. „Die Stimmung war ruhig“, berichtete Bezirksbürgermeister Michael Zühlke.

Nach dem Vortrag Peter Renzels über die Anforderungen, die die steigende Anzahl an Flüchtlingen für die Stadt Essen bedeutet, konzentrierten sich die meisten Fragen auf die Details der Unterbringung. Auch an der Karl-Meyer-Straße werden die Bewohner rund um die Uhr betreut. In den Abend- und Nachtstunden ist der RGE-Wachdienst zuständig, während tagsüber der Caritasverband unter Leitung von Marcus Siebert zuständig ist.

Seit März koordiniert die Caritas in aktuell fünf Heimen das neu installierte Konzept der 24-Stunden-Betreuung an sieben Tagen der Woche. Ein Sozialarbeiter, ein Einrichtungsbetreuer und der Sicherheitsdienst sind abwechselnd im Haus und stehen Heimbewohnern wie Anwohnern jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. „Schon jetzt, nach erst vier Monaten Laufzeit, können wir sagen, dass das Konzept positive Wirkung zeigt“, betont Caritasdirektor Björn Enno Hermans beim Besuch der CDU-Bundestagsabgeordnete Sabine Weiß (Wesel), die sich über die Flüchtlingsarbeit informieren wollte. Sechs weitere Unterkünfte in Essen werden vom Diakoniewerk betreut.

Mit dem alten RAG-Gesundheitshaus, das die Stadt für zehn Jahre angemietet hat, gibt es künftig vier Übergangswohnheime im Stadtbezirk. Peter Renzel, so berichtet Michael Zühlke, habe zugesagt, dass keine Turnhalle in Schonnebeck oder Katernberg als Unterkunft genutzt wird, falls die Stadt mit den Heimen nicht mehr auskommt.