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Ruhrpott-Revue plant GroßesTermine noch bis Mai des nächsten Jahres

12.11.2012 | 19:11 Uhr
Ruhrpott-Revue plant GroßesTermine noch bis Mai des nächsten Jahres
Foto: Kerstin Kokoska

Altenessen. Altenessen soll endlich wieder eine eigene Theaterspielstätte bekommen. Dieses ehrgeizige Ziel formulierte nun der Kulturverein Ruhrpott-Revue auf seiner jüngsten Vorstandsklausur im Rahmen seiner inhaltlichen und strukturellen Neuausrichtung für die kommenden Spielzeiten.

„Nach fast drei Jahren aufwendigem ,Gastspieltourismus’ in größeren Hallen und auf Stadtteilfesten“, erklärt Vorsitzender Bodo Roßner, „fühlen wir uns nach den vielen Erfolgen stark genug aufgestellt, einen festen Theaterstandort zu suchen, um dort ein regelmäßiges Angebot mit festem Spielplan zu installieren“. Die strategische Neuausrichtung sei notwendig, um nach einer Phase des Experimentierens die künstlerische Qualifizierung und strukturelle Konsolidierung des Revue-Theaters realisieren zu können, so Roßner.

Sabine Föhr, jüngstes Vorstandsmitglied des Mehrgenerationenprojekts, ergänzt: „Im Rahmen unseres Engagements für das Kulturnetzwerk Essener Norden wurde deutlich, dass es im Norden der Stadt an geeigneten Spielstätten fehlt. Insbesondere kleinere Theater oder Kinder- und Jugendtheater stehen da immer wieder vor ähnlichen Problemen.“

Die Ruhrpott-Revue hat bereits mögliche Konzepte ins Auge gefasst und verfolgt bereits machbare Optionen in ihrem bevorzugten Stadtteil Altenessen. Neben der kulturellen Aufwertung des Stadtteils geht es dem Verein auch um Nutzung der vorhandenen Infrastruktur, um finanzielle, personelle und organisatorische Ressourcen zu bündeln. „Eine Anbindung und Kooperation mit der Zeche Carl, mit deren Infrastruktur und Logistik wäre daher durchaus sinnvoll“, sagt Roßner. Vorhandene Möglichkeiten würden zudem helfen, Geld zu sparen. „Von daher wäre für uns eine Einbindung in die Zeche Carl die bevorzugte Option“, wie Roßner erklärt.

Dabei könnten sich Roßner und sein Ensemble beispielsweise einen festen Platz in der „Kaue“ vorstellen. Denkbar wäre allerdings auch die Nutzung des ehemaligen Standorts der Altenessener Handwerker-Initiative (AHI). „Das Domizil wäre gut geeignet, da es noch vor nicht allzu langer Zeit genutzt wurde und daher dort ohne größeren finanziellen Aufwand etwas auf die Beine zu stellen wäre“, beschreibt Roßner die favorisierte „große Lösung“.

Aber auch ein Verbleiben am bisherigen Probenstandort am Palmbuschweg sei, wenn auch nur bei veränderten Rahmenbedingungen, denkbar. Gespräche mit der Zeche Carl und der Kirchengemeinde Altenessen-Süd wurden bereits in Angriff genommen. Ebenfalls sei die Bezirksvertretung (BV) V um politische Unterstützung gebeten worden.

Der Kulturverein Ruhrpott-Revue erfreut sich immer größerer Beliebtheit und ist noch bis Mai 2013 an Termine – auch bei Sponsoren – gebunden.

Der Prozess der Neuordnung werde daher erst zum Sommer des kommenden Jahres in Angriff genommen. Ebenso wie die Klärung der Frage nach einem geeigneten festen Standort für das Ensemble.

Michael Heiße



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