Politik hat jetzt das Wort Beratungen stehen an
25.02.2008 | 16:36 Uhr 2008-02-25T16:36:06+0100Vorlage zum Bädergutachten geht nun in die Gremienberatung. Ratsbeschluss ist vor der Sommerpause geplant.Klaus Görtz will Bezirkspolitiker an ihre "Rückendeckung für Hesse" binden.
Borbeck/Dellwig. Ein Teilziel schien für Klaus Görtz erreicht. Nach vielstimmigen Protesten gegen den so genannten "Masterplan Sport" wurde mit den städtischen Schwimmstätten auch das Strandbad Hesse aus dem Sparpaket herausgenommen und einer externen Begutachtung unterzogen. Für Görtz, Vorsitzender des Betreibervereins RuWa Dellwig, Grund zur Hoffnung, so die Wirtschaftlichkeit und damit Existenzberechtigung für "Hesse" attestiert zu bekommen.
Das vor mittlerweile drei Wochen vorgestellte Bädergutachten jedoch weist, wie von vielen im Vorfeld befürchtet, noch weitergehende Schließungsideen auf als schon der "Masterplan". Die Experten schlagen klar das Aus für "Hesse" vor. Außerdem könnte demnach auch im Borbecker Hallenbad bald das Wasser abgelassen werden.
Ähnlich wie schon zu Protestzeiten gegen den "Masterplan" schlugen diese Experten-Vorschläge jetzt bei RuWa hohe Wellen. Im Fokus der Görtz-Kritik standen zuerst die Argumente für eine Hesse-Schließung. Ein ins Spiel ge-brachter Neubau eines Großbades im Raum Borbeck sei "nicht realisierbar", das angeführte neue Freizeitbad am Oberhausener Centro für das Dellwiger Freibad "keine Konkurrenz".
Doch ein sachliches Entkräften der Expertenargumente reiche zum Hesse-Erhalt nicht aus, schließlich gehe es bei der Neugestaltung der Essener Bäderlandschaft, laut Görtz, um ein "Politikum". Während die SPD sich schon bei der Vorstellung des "Masterplans" gegen die Sparvorhaben positionierte, verteidigte vor allem Sportdezernent Christian Hülsmann (CDU) die Ideen und trieb sie weiter voran.
Spannend bleibe weiterhin, so Görtz, wie sich der Einfluss der CDU-Ortsverbände im Großraum Borbeck auf die Stadt-Partei auswirke. Diese hätten sich bereits nach bekannt werden der ersten Schließungspläne zu "Hesse" auf die Freibad-Seite gestellt. In Treffen mit Vertretern der großen Rats-Fraktionen hat Görtz die Politiker an die Einhaltung ihres Wortes ermahnt.Ein Ratsbeschluss zur Schließung des Nöggerathbades garantiere "Hesse" Bestandsrecht. Ob dieses weiter gilt, wird sich nun in den Beratungen der politischen Gremien zeigen. Vor der Sommerpause soll der Rat endgültig über die Vorlage zum Bädergutachten entscheiden.
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