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Muckibude statt Mineralbrunnen

29.01.2015 | 10:28 Uhr
Muckibude statt Mineralbrunnen
Das Gelände der ehemaligen Mineralwasser-Firma Salinger.Foto: STEFAN AREND

Essen-Bergeborbeck.   In ehemalige Salinger Mineral Bronnen möchte ein Fitnesstudio einziehen. Die Initiative Bigwam befürwortet das.

Eine Sorge weniger für die Bürgerinitiative Bigwam in Bergeborbeck: In die ehemalige Getränkefirma Salinger Mineral Bronnen an der Bottroper Straße zieht kein weiterer Autohandel, sondern ein Fitnessstudio. Wie die Stadtverwaltung bestätigt, wurde ein entsprechender Bauantrag inzwischen genehmigt.

Bei der ersten Bürgerversammlung des Jahres waren allerdings eher der verkehrspolitische Rahmen rund um die Auswüchse des Automarkts ein Thema. Rund 60 Bürger trafen sich jetzt nach Angaben von Klaus Barkhofen und Uwe Splitt, den Sprechern der Bürgerinitiative gegen den wilden Automarkt, im „Kreuzer“.

Gute Nachricht aus dem Verkehrsamt

Eine gute Nachricht brachte Dieter Schmitz, Leiter des Amtes für Straßen und Verkehr, mit in die Versammlung. So werde die Stadt das vorgeschriebene Höchsttempo 30 auf der Hülsenbruchstraße effektiver umsetzen, und zwar bereits in den kommenden Wochen.

Sehr kritisch diskutiert wurde die von der Politik vorgeschlagene generelle Sperrung der Schlacken-/Ecke Bottroper Straße. Die Anwohner befürchten nicht nur einen Komfortverlust, sondern auch die Entwicklung zu einem „Unort“ jenseits der „Barrieren“ auf der unteren Bottroper Straße. Klaus Barkhofen: „Weil dann wildem Parken, Rangieren und Handeln noch Tür und Tor geöffnet würden.“ Die Bigwam werde kurzfristig mit der Stadt an einer Alternative arbeiten und gemeinsam umsetzen. „Hier zeigt sich auch wieder: Miteinander reden ist immer besser als übereinander reden“, lautet sein Fazit.

Mit Hilfe von Findlingen wird die Stadt in kürze auch das Parken auf dem Gehweg an der Hafen-/Ecke Bottroper Straße unmöglich machen. Damit wird eine Idee aus der Bürgerversammlung im Dezember 2013 umgesetzt.

Als weiteren Erfolg sieht die Initiative, dass an der Bottroper Straße zwei illegale Betriebe geschlossen wurden und ein weiteres Unternehmen ebenfalls den Standort verlassen habe. „Das nächste Augenmerk liegt auf der Carolus-Magnus-Straße“, kündigt die Bigwam an.

Im März finden die nächsten Aktionen zum 10. „picobello SauberZauber“ statt. Bigwam wird sich an der Hövelstraße und an der Haus-Berge-Straße beteiligen. Diesmal sollen allerdings auch die „Verursacher“ in den Teilnehmerkreis geholt werden. Aus dem Integrationsrat und Migrantenverbänden gebe es Signale, dass die ansässigen Autohändler motiviert werden könnten, an der Aktion teilzunehmen. „Wenn das klappt, wird es sicherlich weitere Dialoge und Aktionen geben“, zeigt sich Klaus Barkhofen optimistisch.

Außerdem freut sich die Initiative über weitere politische Unterstützung durch Thomas Kufen und Thomas Mehlkopf-Cao vom CDU-Ortsverband. Trotzdem auf der nächsten Versammlung am 19. März, die Frage ein Thema, wie die Zusammenarbeit mit anderen Bürgerinitiativen Essens sowie der Politik verbessert werden kann.

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2015-01-29 10:28
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