Mit Hammer und Kranwagen auf Azubijagd

Komma Gucken! Jobbörse auf dem Marktplatz in Altenessen am 9. Mai .
Komma Gucken! Jobbörse auf dem Marktplatz in Altenessen am 9. Mai .
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
29 Unternehmen stellten sich am Samstag Jugendlichen auf dem Altenessener Marktplatz vor.

Essen-Altenessen. „.  Ich hätte nicht gedacht, dass das so schwer ist!“ Mit einem kleinen Hämmerchen versucht der 15-Jährige Sami, einen Nagel in einen Holzbalken zu versenken. Nach fünf Schlägen schafft er es schließlich – und gehört damit noch zu den besseren, die sich an dem kleinen Testspiel am Stand des Raumausstatters Markus Gröting bei der Ausbildungsbörse „Komma gucken“ versucht haben. Insgesamt 29 Unternehmen und Institutionen haben sich und ihre Ausbildungsberufe am Samstag auf dem Altenessener Marktplatz Jugendlichen vorgestellt

„Mit einem solch kleinen Hammer muss man als Raumausstatter umgehen können“, erläutert Gröting den Sinn der Übung, „denn er wird bei Polsterungen verwendet.“ Handwerkliches Geschick sei für den Beruf besonders wichtig, betont er. „Auf die Kreativität kommt’s nicht so an.“ Das Hammerspiel gehört zu den beliebtesten Attraktionen an diesem Tag – was wohl auch an den WM-Ball liegt, den der beste Hämmerer gewinnen kann.

Nur eine der Stationen, die die Acht-, Neunt- und Zehntklässler im Rahmen einer Rallye absolvieren, bei der sie die unterschiedlichen Berufsbilder kennenlernen können.

Sami begeistert vor allem der Feuerwehrwagen: „Ich will Feuerwehrmann werden!“ Doch er erfährt, dass dies einen langen Weg bedeutet. Denn bevor man mit der Ausbildung zum Brandmeister beginnen kann, muss man bereits eine dreijährige Ausbildung in einem technischen oder handwerklichen Beruf nachweisen können.

Als Feuerwehrmann muss man schwindelfrei sein – das gilt auch für Dachdecker. Und um dies auszutesten, lässt Jürgen Garnitz Interessierte auf einen Kranwagen 21 Meter in die Höhe hieven. Junge Leute für den Beruf des Dachdeckers zu begeistern, sei nicht einfach: „Wenn ich drei bis vier Bewerbungen im Jahr bekomme, ist das viel.“