Mädchenfußball-Projekt läuft nach drei Jahren aus

Noch einmal wurden die Sieger geehrt.
Noch einmal wurden die Sieger geehrt.
Foto: OH
Was wir bereits wissen
Nach drei Jahren lief – wie vereinbart – das Projekt „Mädchenfußball an Essener Grundschulen“ aus – mit einem großen Turnier.

Schönebeck..  Drei Jahre ist es nun schon her, als die SG Schönebeck in Kooperation mit dem kommunalen Integrationszentrum der Stadt Essen, das Projekt „Mädchenfußball an Essener Grundschulen“ initiiert hat. Nun endete das Projekt. Wie in jedem Jahr wurde ein Turnier veranstaltet. Über 120 Mädchen zwischen acht und elf Jahren aus acht Grundschulen hinterher.

Drei Jahre liegen nun auch hinter Sandra Grahn-Krippel, der Projektkoordinatorin der SG Schönebeck. Die 30-Jährige, selbst Mittelfeld-Spielerin im Schönebecker Regionalliga-Team, ist vom Zuspruch positiv überrascht. Mindestens acht, maximal 20 Mädchen sollten die Fußball-AG an den Schulen umfassen, die sich einmal pro Woche eineinhalb Stunden dem Fußball widmeten. „Das Projekt war erfolgreich. Teilweise mussten wir die Gruppen wegen der großen Nachfrage splitten. Statt einmal 90 Minuten gab es dann zweimal 45 Minuten“, erklärt Sandra Grahn-Krippel, die betont, das Projekt nicht hätte allein stemmen können. „Das war ich nicht alleine. Ich hatte eine super Team von Ehrenamtlichen an meiner Seite.“ Auch sie dürfen darauf stolz sein, in den drei Jahren hoch gerechnet 780 Schülerinnen in dem Projekt betreut zu haben. In zwölf Schulen – vorwiegend aus dem Essener Norden – wurde pro Schuljahr eine AG eingerichtet. Die Teilnahme für die dritten und vierten Klassen war freiwillig. „Selbst Schülerinnen, die nicht im offenen Ganztag waren, sind mittags erst nach Hause gegangen und später zum Fußball wiedergekommen“, erzählt Sandra Grahn-Krippel, die diplomierte Sportwissenschaftlerin mit Schwerpunkt Management und Ökonomie. Und dass die Zielgruppe erreicht wurde, steht für sie außer Zweifel. „In den Fußball-AGs waren etwa zwei Drittel Migrationskinder.“

Nach drei Jahren ist das Projekt ausgelaufen. Schon beim Abschlussturnier auf der Anlage an der Pelmanstraße wurde Grahn-Krippel oft angesprochen und gefragt, wie es denn weiter gehen könne. „Wir werden mit Rat und Tat zur Seite stehen. An uns soll es nicht scheitern“, erklärt Grahn-Krippel. Letztlich ist es auch eine Frage des Geldes. „Ich glaube, dass einige Schulen einen Weg der Finanzierung finden werden“, sagt die Sportwissenschaftlerin. Es wäre schade, wenn die Begeisterung für den Fußball bei den Mädchen nicht weiter gefördert würde.

Das findet bestimmt auch das Team der Stadthafenschule, die das letzte Turnierfinale gegen die Gervinusschule gewann. Dritter wurde die Dürerschule vor der Maria-Kunigunda-Schule. Alle teilnehmenden Schulen bekamen einen Pokal und eine Urkunde. Jedes Mädchen durfte sich zudem über eine Medaille und ein Geschenk freuen.