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Mäander am Kanal

23.06.2008 | 16:55 Uhr

Im Rahmen des Landesprogramms ,,Kultur und Schule'' arbeiten Schüler und Schülerinnen der Hauptschule Karnap und der Beisingschule an einem Kunst-Projekt. "Besser als Schule"

Essener Norden. Auf der Fuß- und Radwegbrücke über den Rhein-Herne-Kanal zwischen Karnap und Altenessen haben Spaziergänger sowie Radfahrer demnächst nicht nur die Aussicht auf Binnenschiffe. Im Rahmen des Landesprogramms ,,Kultur und Schule'' arbeiten Schüler und Schülerinnen der Hauptschule Karnap und der Beisingschule an dem Kunst-Projekt ,,Mäander''.

Am Ufer entsteht eine 28 Meter lange Schlange, bestehend aus Betonsteinen in abstrahierten Formen von Fischen. Die Schüler behandelten die einzelnen Betonsteine mit verschiedenen Farbpigmenten. Das Projekt dient dazu, dass Jugendliche ,,Wissen und Bewusstsein über die Vergangenheit und Gegenwart der industriellen Identität des Ruhrgebiets erhalten''.

Die Organisatoren wünschen sich, dass es Schülern und Schülerinnen ermöglicht wird - unabhängig vom familiären Hintergrund - Kunst und künstlerische Projekte kennen zu lernen. Die Landesregierung ist der Meinung, dass künstlerische Aktivitäten und kulturelle Bildung wichtig für die Entwicklung von jungen Menschen seien.

Unterstützung bei dem Projekt ,,Mäander", bekommen die Schüler von Ulrike Waschik, Künstlerin des Ateliers Bildraum. Diese Betonschlange beschreibt den Weg ,,vom Statischen zum Dynamischen'', so Ulrike Waschik. Der Betonmäander solle das ,,Sinnbild des Ruhrgebiets'' widerspiegeln.

Tobias (13) aus der 8a der Hauptschule Karnap: ,,Die Idee ist toll, allerdings erfordert sie viel Arbeit". Auch Cemer (16) findet Spaß an dem Projekt, obwohl er viele Stunden beim Erstellen der Skulptur beteiligt ist.

Spaziergänger, die am Ufer des Kanals entlang laufen, sehen die Jugendlichen in Aktion. Die Achtklässler mischen Beton, sichern die Baustelle und erfreuen sich an der frischen Luft. ,,Auf jeden Fall besser als Schule", freut sich Tobias.

Auch Roswitha Tschüter, Schulleiterin der Hauptschule Karnap, ist von der Arbeit und dem Einsatz ihrer Schüler begeistert. ,,Das eine Jahr Vorbereitung hat sich eindeutig gelohnt", sagt sie. Ihr Dank richtet sich auch an die verschiedenen Sponsoren, die das erfolgversprechende Projekt erst möglich machten. SB/ES

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