Keine Chance für eine Drainage

Klaus Dieter Pfahlerlaeutert am Dienstag, 14. April 2015, die Situation am Knueppelweg im Barchembachtal in Essen. Foto: Thomas Goedde / FUNKE Foto Services
Klaus Dieter Pfahlerlaeutert am Dienstag, 14. April 2015, die Situation am Knueppelweg im Barchembachtal in Essen. Foto: Thomas Goedde / FUNKE Foto Services
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Was wir bereits wissen
Auf dem Knüppelweg in Dellwig stößt CDU-Bezirksvertreter Klaus-Dieter Pfahl auf zahlreiche Widersprüche.

Dellwig..  Was ist eigentlich in den vergangenen drei Jahren mit dem sogenannten „Knüppelweg“ im Barchembachtal in Dellwig geschehen? Diese Frage stellt sich jetzt Klaus-Dieter Pfahl. Der CDU-Bezirksvertreter setzt sich seit langem für die Pflege des schmalen Freizeitwegs durch das Wäldchen unterhalb der Kleingartenanlage ein. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg, aber immer mit Beharrlichkeit. Doch jetzt ist er auch ratlos: „Der jetzige Zustand ist das Letzte, was noch zu retten ist.“

Anwohner ziehen eigene Rinne

Der von den Anwohnern mit Knüppeln abgedeckte und damit einigermaßen begehbare Weg wurde im vorletzten Winter von Grün und Gruga geglättet. Über die glatte Lauffläche freuten sich viele Bürger. Dass der Weg durch ein Landschaftsschutzgebiet führt, war Grün und Gruga schon vor drei Jahren bekannt, trotzdem machte es den Weg begehbar.

Nun aber konnte das Wasser hier im Tal nicht reibungslos abfließen. Der Matsch wurde noch unangenehmer, weil schwere Baumaschinen die Ränder des Knüppelwegs malträtierten. Also, so war man sich eigentlich einig, sollte eine Drainage Abhilfe schaffen.

Doch im aktuellen Haushalt für 2015 konnte Klaus-Dieter Pfahl keinen Ansatz finden. „Dabei hatte Udo Winkelmann von Grün und Gruga die Drainage versprochen“, sagt Klaus-Dieter Pfahl. Doch bei einem erneuten Ortstermin kam die Überraschung: Das Wasser entspringe Quellen, die erhalten werden müssen, so die Auskunft der Unteren Landschaftsbehörde bei der Stadt. Um das Wasser abfließen lassen zu können, müsste der Weg eigentlich zurückgebaut werden. „Der Kompromiss mit der Drainage ist damit vom Tisch“, stellt Klaus-Dieter Pfahl ernüchtert fest. „Der begradigte Weg ist das Letzte, was noch zu retten ist.“

Doch davon wüssten die Spaziergänger im Wäldchen nichts. Sie haben inzwischen selbst schmale Querrinnen gezogen, damit das Quellwasser in den nahen Barchembach abfließen kann. Dass dadurch aber wieder Stolperfallen, speziell für Radfahrer entstanden sind, ist die nächste Ungereimtheit auf dem Knüppelweg.

Aber nicht die letzte: Die kaum noch erkennbaren Verkehrsschilder zeigten, dass im Barchembachtal auch schon einmal andere Regeln herrschten.

Klaus-Dieter Pfahl gibt die Bemühungen um den Knüppelweg jetzt auf. Sein einziger Vorschlag ist, dass wenigstens Hinweisschilder angebracht werden – auf das Landschaftsschutzgebiet.