Katholiken in Bergeborbeck möchten weiterhin feiern

Die Türme der Kirche St. Maria Rosenkranz in Bergeborbeck.
Die Türme der Kirche St. Maria Rosenkranz in Bergeborbeck.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Interesse an Gemeindefesten geht zurück. Aber nicht in der Gemeinde St. Maria Rosenkranz. Das ergab jetzt eine Befragung.

Essen-Bergeborbeck..  „Wir können nicht einfach nur fortsetzen, was wir immer schon getan haben.“ Diese Mahnung ließ Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck gestern in seinem Bischofswort in allen katholischen Kirchengemeinden vorlesen. Die St. Maria Rosenkranz-Gemeinde in Bergeborbeck weiß, was ihr Bischof meint: Das Gemeindefest an der Haus-Berge-Straße ist in der Krise, das Interesse hat spürbar nachgelassen. Deshalb fragte der Gemeinderat jetzt die Gläubigen, wer überhaupt noch Lust hat, bei der Organisation mitzuhelfen. Das Ergebnis der Gemeindebefragung ist zumindest ermutigend.

„Die überwiegende Zahl der Gottesdienstbesucher ist für die Beibehaltung des Gemeindefestes. Wir haben 42 konkrete Zusagen, zu helfen“, kann Pastor Peter Kraschewski melden. Ihm sei bewusst, „dass die blanke Zahl noch nichts aussagt, aber für solch einen Stadtteil ist das viel“.

Die Befragung hatte der neue Gemeinderat, der seit einem Jahr im Amt ist, auf den Weg gebracht. „Wir möchten, dass die Leute die Möglichkeit haben, sich einzubringen“, sagt Vorsitzende Ulrike Nierfeld-Heß. Der Gemeinderat wolle das Mitbestimmungsrecht der Gemeindemitglieder stärken, „und zwar nicht nur zu Fragen wie dem Gemeindefest, sondern das ganze Jahr hindurch“. Die über den Jahreswechsel durchgeführte Befragung sei „ein erster Versuch, das öffentlich zu machen und die Menschen direkt anzusprechen“.

Früher sei das Fest immer der Höhepunkt des Gemeindelebens gewesen, hätte die Gemeinde wieder stärker zusammengeführt und die Gemeinschaft gestärkt. Dass das letzte Fest ein Flop gewesen ist, hätte allerdings andere Gründe gehabt: „Das war wegen des Regens kein Maßstab. Es kam niemand, die vielfältigen Spielmöglichkeiten für Kinder wurden überhaupt nicht genutzt.“ Und vor vier Jahren sei ein WM-Spiel der Nationalmannschaft dem Fest in die Quere gekommen.

Nun wollen die Katholiken wieder fröhlich feiern. Der Gemeinderat lädt – wahrscheinlich Mitte Februar – alle Interessenten zu einem Treffen ein, um zu klären, wer sich an welcher Stelle einbringen kann.