Katernberger Bach: Abwasser wird unter die Erde verbannt

Der Katernberger Bach heute.
Der Katernberger Bach heute.
Foto: Rupert Oberhäuser
Was wir bereits wissen
Ende Oktober wird der nächste Schritt zur Renaturierung des Katernberger Baches in Angriff genommen: der Bau eines unterirdischen Abwasserkanals.

Essen-Katernberg..  Noch fließt Abwasser überirdisch durch den Katernberger Bach. Und das wird erst einmal auch noch so bleiben. Damit der Katernberger Bach einmal überirdisch und sauber fließen kann, muss zunächst ein neuer unterirdischer Abwasserkanal gebaut werden. Damit soll Ende Oktober begonnen werden. Die Emschergenossenschaft veranschlagt zwei Jahre.

Der Katernberger Bach ist entlang des ersten Bachkilometers ein offener, danach ein überwiegend verrohrter Schmutzwasserlauf mit einer Länge von insgesamt 3,4 km. Der verrohrte Teil des Katernberger Baches soll künftig als Abwasserkanal dienen.

Für die Entflechtung, sprich die Trennung von Abwasser und sauberem Wasser – ist im ersten Bauabschnitt bereits bis Mitte 2015 ein neuer parallel liegender Kanal zwischen km 0 und km 1,1 (von der Mündung in den Schwarzbach flussaufwärts betrachtet) einschließlich einer Regenwasserbehandlungsanlage gebaut worden.

Im zweiten Bauabschnitt werden nun ab Ende Oktober die Bauwerke für die Regenwasserbehandlung errichtet und die notwendigen Umschlussarbeiten am Pumpwerk der Emschergenossenschaft in Schonnebeck durchgeführt. Zur Komplettierung wird entlang des Oberlaufs, der der Stadt gehört, zwischen Pumpwerk Schonnebeck und Eisenstraße ein etwa 210 Meter langer Abwasserkanal mit einem Durchmesser von 1,60 Meter im geschlossenen Rohrvortrieb verlegt. Die Emschergenossenschaft führt diese Maßnahme im Auftrag der Stadtwerke durch. Dafür wird am Ende der Eisenstraße, im Wendehammer, eine Zielbaugrube errichtet. Die Arbeiten der Emschergenossenschaft erfolgen auf der eigenen Wiesenfläche nahe der A42 (Anschlussstelle Gelsenkirchen-Heßler), am Auslauf der Gewässerverrohrung unweit der Katernberger Moschee sowie rund um das Pumpwerk Schonnebeck und die Eisenstraße.

Das Bauende – die Kosten betragen neun Millionen Euro – wird für den Herbst 2018 erwartet. Die Arbeiten am unterirdischen Abwasserkanal sollen fließend übergehen in die Arbeiten, die den Katernberger Bach wieder zu einem naturnahen Gewässer machen werden. Die Betonschalen werden herausgenommen. Da, wo es der Platz erlaubt, soll der Katernberger Bach verbreitert werden. „Wo es möglich ist, wird eine Kurve eingebaut werden“, erklärt Ilias Abawi, Sprecher der Emschergenossenschaft.

Und die Ideen, die die Katernberger bei einem Workshop im vergangenen Jahr hatten, sollen auch berücksichtigt werden.