Jutta Scheele freut sich auf die Wiedereröffnung

Spielplatzpatin Jutta Scheele.
Spielplatzpatin Jutta Scheele.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Schon jetzt buddeln und klettern Kinder auf dem Spielplatz an der Unterstraße. Offiziell wird er am kommenden Samstag nach aufwendiger Erneuerung wieder eröffnet.

Frintrop..  Jutta Scheele sitzt auf einem der großen Steine und lässt ihren Blick über das weitläufige Gelände des Spielplatzes an der Unterstraße schweifen. Sie lächelt. „Es hat sich einiges getan“, sagt die 40-jährige. Seit fast einem Jahr ist sie Spielplatzpatin.

Anfang Juni 2014 wurde sie offiziell von der Stadt und dem Kinderschutzbund zur Spielplatzpatin ernannt. „Das war am Donnerstag oder Freitag. In der Nacht von Montag auf Dienstag kam der Sturm Ela“, erinnert sich die Mutter einer 6-jährigen Tochter. Viele Pappeln wurden in Mitleidenschaft gezogen. Der Spielplatz an sich auch. „Was man so Spielplatz nennen konnte“, sagt Jutta Scheele. Die Spielgeräte, wenn vorhanden, waren in die Jahre gekommen. „Zudem war es mehr ein Hundeauslaufplatz.“ Jutta Scheele ist gebürtige Frintroperin. Auch deshalb liegt ihr der Spielplatz am Herzen. Und als ihr jemand mal sagte, sie solle nicht meckern, sondern selbst etwas machen, entschloss sie sich, Patin für das Gelände zu werden. Seitdem sieht sie nach dem Rechten, sammelt Spenden für neue Investitionen und weist die Besucher darauf hin, wenn sie sich mal ungebührend benehmen – höflich, aber mit Nachdruck. Es gibt Dinge, für die sie als Spielplatzpatin und Mutter schlichtweg kein Verständnis hat. „Hunde haben im Sandbereich nichts zu suchen“, stellt sie klar. Hundehaufen erst recht nicht. Alkohol auf dem Spielplatz gehe auch nicht – wegen der Vorbildfunktion, aber auch wegen der Gefahr durch Scherben.

Nachmittags sind oft 40 Menschen da

Alles ist noch nicht so, wie Jutta Scheele es gerne hätte. Die zwei Dutzend Baumstümpfe, die wie Mahnmale an „Ela“ erinnern, sollen irgendwann verschwinden. „Da vorne könnte dann noch ein Spielgerät, vielleicht ein Karussell, hin“, zeigt Jutta Scheele auf den Bereich rechts vom Eingang. Das werde aber sicherlich noch eine Zeit brauchen. Und Bänke müssten auch noch her.

Trotzdem, wiederholt sie, habe sich einiges getan. Sturm „Ela“ hatte durchaus auch positive Folgen. Durch Grün und Gruga und mit Mitteln der Bezirksvertretung wurde der Platz umgestaltet. Dass das Klettergerüst im Kleinkindbereich, die Schwingschaukel oder das große Klettergerüst im Sandbereich neu sind, sieht man ihnen auf den ersten Blick an. „Und auch die Rutsche wurde ausgebessert“, betont Jutta Scheele. Bei gutem Wetter kämen schon jetzt am Nachmittag oft 40 Menschen – meist Mütter mit ihren Kindern – zum Spielen, Entspannen und Klönen. Von den Eltern, so Jutta Scheele, erhalte sie viel Unterstützung. „Sie kommen aber auch mit Kritik und Anregungen zu mir, die leite ich weiter“.

Viele Eltern wird sie am kommenden Samstag sehen, wenn der Platz ab 14 Uhr mit einem großen Kinder-Party wieder offiziell eröffnet wird.