Fotogene Bekenntnisse zu Borbeck

Amateurfotograf Dieter Weber mit seinem Foto von Bezirksbürgermeister Helmut Kehlbreier.
Amateurfotograf Dieter Weber mit seinem Foto von Bezirksbürgermeister Helmut Kehlbreier.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Die Gruppe „Fotogen“, eine Gruppe engagierter Amateurfotografen aus Borbeck, hat eine neue Ausstellung. Sie zeigt Portraits von Menschen, die in Borbeck aktiv sind.

Borbeck..  Fotogen – so heißt eine Gruppe von engagierten Amateurfotografen, die sich vor zehn Jahren in Borbeck zusammenfand. Sieben Männer und eine Frau gehen zurzeit – bevorzugt natürlich in Borbeck – auf Motivsuche. Mehr oder weniger regelmäßig stellen sie die Ergebnisse aus. Ab Samstag, 13. Juni, sind die neuesten Resultate des Schaffens in der Alten Cuesterey, Weidkamp 10, zu sehen. Die Ausstellung, die bis zum 28. Juni laufen wird, ist überschrieben: „Wir – in Borbeck“.

41 großformatige Fotos

Der ursprüngliche Arbeitstitel lautete „Die Macher“. Auf den 41 schwarz-weißen oder farbigen Exponaten in den 50 mal 60 Zentimeter großen, silber-farbenen Rahmen sind vor allen Dingen Menschen zu sehen, die in Borbeck etwas machen, und zwar ihrem Beruf bzw. Geschäft nachgehen. Da ist die Betreiberin der Heißmangel ebenso zu finden wie die Damen der Parfümerie, der Inhaber des Restaurants, der Goldschmied, der Orthopädie-Schumacher, die Musikschule oder der Möbel-Polsterer. Dazu zählt ebenso Bezirksbürgermeister Helmut Kehlbreier.

Das Programm zur Ausstellung

Auch Hermann Robusch darf in dieser Reihe nicht fehlen. Der 78-jährige frühere Hauptschullehrer moderiert heute das Literaturcafé im Borbecker Bahnhof. Entsprechend ist er auf seinem Foto in einer alten Eisenbahn-Uniform zu sehen. „Erst wollten wir reine Portraits der Inhaber machen. Dann fiel uns aber auf, dass zu den Geschäften ja viel mehr Menschen gehören. Also holten wir die Beschäftigten mit aufs Bild“, erzählt Dieter Weber, der von Beginn an bei der Gruppe mitmacht. „Rausgekommen“, sagt Dieter Weber, „sind Bilder von Menschen, die man sonst vielleicht gar nicht so unbedingt gleich wahrnimmt“. Von der Idee waren die Portraitierten auf jeden Fall angetan, „denn wir haben, als wir anfragten, so gut wie keine Absage bekommen“. Einige der Angesprochenen gehen sogar noch einen Schritt weiter. An ausgewählten Tagen (Programm siehe Infokasten) kommen sie in die Ausstellung, stellen sich und ihre berufliches Wirken vor.

„Fotogen“ versteht sich als Gruppe. Niemand soll im Vordergrund stehen. Wohl auch deshalb liest man zu jedem Foto zwar ausführlich etwas über den Portraitierten, aber unter keinem Foto findet man den Namen des Fotografen bzw. der Fotografin. Über neue Foto-Freunde und -Freundinnen in ihren Reihen freut sich die Gruppe aber immer. Im Vierzehn-Tage-Rhythmus trifft sich die Gruppe in der Alten Cuesterey.