Ein Stadtteil zeigt seine vielen Gesichter

Die Organisatoren, oben v.l. Gudrun Schemeit (Jugendamt), Claudia Salwik (Stellwerk GmbH), Janne Terfrüchte, Caroline Wolter (beide Pact Zollverein), Anika Simon (Zollverein mittendrin), unten v.l.: Dusko Loncar, Nora Schlebusch, Lea Galinski, Paul Hendricksen (alle ISSAB) sowie Claudia Wagner (Zollverein mittendrin).
Die Organisatoren, oben v.l. Gudrun Schemeit (Jugendamt), Claudia Salwik (Stellwerk GmbH), Janne Terfrüchte, Caroline Wolter (beide Pact Zollverein), Anika Simon (Zollverein mittendrin), unten v.l.: Dusko Loncar, Nora Schlebusch, Lea Galinski, Paul Hendricksen (alle ISSAB) sowie Claudia Wagner (Zollverein mittendrin).
Foto: FUNKE Foto Services
Die Veranstaltung heißt „Katernberg blitzt auf“. Der Austausch innerhalb der Nachbarschaft soll gestärkt und Netzwerke gefördert werden.

Katernberg..  Kennen Sie Katernberg? Menschen, die schon lange in dem Stadtteil im Essener Norden wohnen, dürften die Frage schnell mit einem überzeugten „Ja“ beantworten. Vielleicht sind sie dabei aber doch etwas vorschnell. Das könnte die Veranstaltung „Katernberg blitzt auf“ am 29. August von 15 bis 22 Uhr zeigen.

Beim Streifzug durch den Stadtteil soll die kulturelle und soziale Arbeit im Stadtteil stärker sichtbar gemacht werden. Das, was Katernberg bietet, soll „aufblitzen“ – daher auch der Name. Organisiert wird die Veranstaltung vom Arbeitskreis Kunst und Soziales (siehe Kasten). Es ist nicht das erste Projekt dieser Runde. „Es geht gerade um die, die wir noch nicht kennen“, sagt Stefan Hilterhaus, Künstlerischer Leiter und Geschäftsführer von Pact Zollverein.

Etwa 80 potenzielle Teilnehmer aus Katernberg stehen auf der Liste des Arbeitskreises und bilden ein breites Spektrum ab: Von A wie Allbau AG bis Z wie Zollvereinschule. Dazwischen finden sich u.a. die Ayasofya und die Fathi Moschee, Ergotherapeuten und Logopäden, Kirchen und Kitas, Polizei, Freiwillige Feuerwehr, Schachclub, TÜV, türkische Seniorengruppe, Buchhandlung, Mieternetzwerk Nord oder Taubenklinik. „Die Resonanz ist bisher durchweg positiv“, sagt Projektleiterin Nora Schlebusch von ISSAB (Institut für Stadtteilentwicklung, Sozialraumorientierte Arbeit und Beratung der Universität Duisburg-Essen), bei der alle Fäden zusammenlaufen. Mit der Veranstaltung soll der Austausch innerhalb der Nachbarschaft verstärkt und „die Gemeinschaft und Vernetzung von bürgergetragenen und institutionellen Strukturen“ gefördert werden. Ein Geben und Nehmen. Fast alles ist erlaubt. Auch Privatpersonen können mitmachen. Einzige Einschränkung für alle: Wer mitmacht, darf damit keine rein kommerziellen Ziele verfolgen.

„Katernberg blitzt auf“ findet an einem Tag statt, soll aber keine Eintagsfliege sein. Im Idealfall entstehen Kontakte, die über den Tag hinaus Bestand haben (Stichwort: Nachhaltigkeit). Für den 29. August werden interessierte Katernberger ebenso wie Auswärtige mit einem Plan ausgestattet, auf dem die Beiträge verzeichnet sind, die sie kostenlos besuchen können. „Jeder kann entscheiden, was er oder sie sehen will“, sagt Paul Hendricksen (ISSAB). Und: Der Arbeitskreis freue sich über jeden, der noch Ideen einbringen will.