Ein sicherer Job in beschützter Lage

Die GSE stellt Marco Uhlenbroich und Thomas Brosz vor (von links), die in der Jugendverkehrsschule Frintrop mitarbeiten. Sie reparieren Fahrräder und halten das Gelände in Ordnung.
Die GSE stellt Marco Uhlenbroich und Thomas Brosz vor (von links), die in der Jugendverkehrsschule Frintrop mitarbeiten. Sie reparieren Fahrräder und halten das Gelände in Ordnung.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die GSE beschäftigen zwei Arbeitskräfte in der Jugendverkehrsschule.

Essen-Borbeck..  Sie arbeiten da, wo die Essener Kinder das verkehrssichere Radeln lernen. Unterstützt von den GSE-Werkstätten arbeiten Marco Uhlenbroich und Thomas Brosz in der Jugendverkehrsschule Borbeck an der Frintroper Straße und kümmern sich dort um Fahrräder, Außenanlage und mehr.

Bernd Keil, Polizeibeamter und Verkehrssicherheitsberater in der Jugendverkehrsschule, arbeitet mit den beiden Männern. Er ist zufrieden: „Sie haben sich richtig gut entwickelt!“

Als Marco Uhlenbroich und Thomas Brosz vor gut zwei Jahren in der Jugendverkehrsschule anfingen, hat der Polizeihauptkommissar ihnen gezeigt, wie die Geräte funktionieren und was bei der Reparatur und Instandhaltung der Fahrräder zu beachten ist. Mittlerweile wissen die beiden Männer gut Bescheid und arbeiten eigenständig. Und das ist für Marco Uhlenbroich auch das Tolle an dem Job, wie er dem Polizisten erzählt hat: „Hier habe ich einen Job, wo ich richtig ernst genommen werde.“ Polizeibeamter Bernd Keil setzt ihn bei den Fahrradprüfungen sogar als Streckenposten ein.

„Ein sehr gutes Beispiel für eine gelungene Inklusion“, wie Jürgen Liefland vom Zentralen Integrationsmanagement der GSE findet. Er hat vor gut zwei Jahren diese beiden Betriebsintegrierten Arbeitsplätze in Absprache mit der Stadt Essen eingerichtet. Die beiden Mitarbeiter gehören weiterhin zur GSE, sind aber ausschließlich in der Jugendverkehrsschule im Einsatz. Betreut werden beide nach Bedarf zusätzlich noch durch einen Gruppenleiter der Werkstatt.

Durch betriebsintegrierte Arbeitsplätze – wie die in der Jugendverkehrsschule – reichen die Arbeitsangebote der GSE für Menschen mit Behinderung weit über die herkömmlichen Angebote einer Werkstatt hinaus. Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit zwischen GSE-Werkstätten und anderen Essener Arbeitgebern. Über 100 dieser Arbeitsangebote bietet die GSE an. In der Jugendverkehrsschule ermöglichen Verträge zwischen der Stadt Essen und der GSE diese besonderen Arbeitsplätze.

Kooperationsverträge verlängert

Integrationsmanager Jürgen Liefland freut sich sehr, dass die Kooperationsverträge Anfang des Jahres verlängert werden konnten. Da beide Männer im Auftrag der GSE in der Verkehrsschule arbeiten, haben sie jederzeit die Möglichkeit wieder zurück in die Werkstatt zu gehen. Das gibt Sicherheit für alle Vertragspartner.

Diese Option wird in diesem Fall aber wohl niemand wahrnehmen. Denn Marco Uhlenbroich und Thomas Brosz arbeiten gut und gerne in der Jugendverkehrsschule. Die Arbeit teilen sie sich auf: „Thomas repariert die Fahrräder, ich kümmere mich um die Kinder, spreche mit ihnen oder gebe ihnen ein Pflaster, wenn sie hingefallen sind“, so Marco Uhlenbroich. Er findet: „Wir sind ein gutes Team.“ Gemeinsam kümmern sie sich beide um die Grünpflege der Anlage. „Wenn im Sommer nicht alle zwei Wochen der Rasen gemäht wird, ist kein Durchkommen mehr“, beschreibt der 40-jährige Uhlenbroich.

Karl-Heinz Webels, Vorsitzender der Essener Verkehrswacht, betont: „Die Arbeit der beiden ist sehr wichtig. Denn sie ermöglichen, dass der Betrieb hier läuft.“ Trotz knapper Kassen herrsche in Essen Einigkeit darüber, dass die vier hiesigen Verkehrsschulen erhalten bleiben müssen, da sie einen immens wichtigen Beitrag leisten. „Durch die Verkehrsschulen lernen Kinder, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen können,“ so der Vorsitzende der Verkehrswacht. Neben der eigenen Mobilität und Sicherheit habe das Radfahren zusätzlich auch positive Effekte für Umwelt und Gesundheit.