Dünner Takt für Handwerker
06.10.2008 | 17:45 Uhr 2008-10-06T17:45:02+0200Ein Aufzug an der Hobeisenbrücke macht das Einsteigen demnächst leichter.Während Fachkräfte die Stationen umbauen, fahren Bahnen der Linie U 18 nur alle 15 Minuten und eingleisig
Frohnhausen/Holsterhausen. Die Bauarbeiten an den Stadtbahnstationen "Hobeisenbrücke" und "Breslauser Straße" gehen weiter. Immer in den Ferienwochen sind Fachleute damit beschäftigt, die Plattformen und deren Zugänge zu verschönern. In diesen Tagen fahren die Bahnen auch nur auf einem Gleis langsam und im ausgedünnten Takt an den Baustellen vorbei. Die Station an der Hobeisenbrücke bleibt bis zum Ende der Herbstferien wieder komplett gesperrt. "Sehr verehrte Fahrgäste, bitte steigen Sie an der Savignystraße oder an der Breslauer Straße aus", sagen Fahrerinnen und Fahrer in den Bahnen durch.
An der Station "Breslauer Straße" ist die neue Treppe an der Oststeite der Plattform fast fertig. Nachdem der Beton ausgehärtet ist, haben Handwerker bereits die Stufenplatten aufgelegt. Die neuen Haltestangen an beiden Seiten sollen in den nächsten Tagen folgen. Noch stehen auf der Fußgängerbrücke und auf dem Bahnsteig allerdings Metallzäune und sichern die Baustelle. Gleiches gilt für die hölzernen Geländer beiderseits der Treppe, die nicht den vorgeschriebenen Sicherheitsstandards des Fahrgastbetriebes entsprechen.
An der Station "Hobeisenbrücke" haben Handwerker bereits im Sommer das alte Dach abgetragen, das neue mit roten Platten belegt, abgedichtet und bis zum Bahnsteigende verlängert. Zukünftig wird die Plattform nur noch einen Eingang behalten - Auf der Ostseite der Brücke. Das dunkle Loch unter den Autofahrbahnen mit Aufgang zur Westseite der Brücke bleibt geschlossen. Dazu haben sich Bauwerkebetreuer der Essener Verkehrs AG (Evag) entschieden, "weil nur wenige Fahrgäste diesen Ausgang benutzten". Die Betriebsräume dort bleiben jedoch erhalten - für die Stromversorgung auf der Stadtbahnstrecke.
Wie bereits an den Stationen "Savignystraße" oder "Wickenburgstraße" ist an der Hobeisenbrücke ebenfalls ein "Ruheraum" zu erkennen. Darin können Fahrgäste auf ihre Bahn warten, ohne auf der Plattform den Lärm von der Autobahn ertragen zu müssen. Dieses Konzept habe sich bewährt, sagt Bertram Gröpper, Leiter Ingenieurbauwerke bei der Evag. Außerdem bauen Fachleute an der Hobeisenbrücke einen Aufzug ein, damit Gehbehinderte und Eltern mit Kinderwagen bald die Bahnen ohne umständliches Heben und Treppensteigen erreichen können. frh-
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