Drei Sichtweisen auf Essen-Borbeck

Die Künstler v.l.: Peter Schmatulla, Beatrix Heidutzek, Witwe des verstorbenen Peter Heidutzek, und Andreas Koerner stellen Werke mit Borbecker Motiven in der Alten Cuesterey aus.
Die Künstler v.l.: Peter Schmatulla, Beatrix Heidutzek, Witwe des verstorbenen Peter Heidutzek, und Andreas Koerner stellen Werke mit Borbecker Motiven in der Alten Cuesterey aus.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Werke von drei Künstlern mit „Borbecker Motiven“ stellt die Alte Cuesterey ab Samstag aus.

Borbeck..  Ob als Linolschnitt, als Aquarell oder als Ölbild: Die Besucher der Ausstellung in der Alten Cuesterey am Weidkamp werden ihre Freude haben an den „Borbecker Motiven“, die Peter Heidutzek, Andreas Koerner und Peter Schmatolla in den letzten Jahrzehnten oder auch erst in den vergangenenWochen geschaffen haben. Am Samstag, 16. Mai, wird die Ausstellung um 16 Uhr eröffnet.

Der Reiz der Schau liegt nicht nur in den unterschiedlichen Techniken, die die Künstler angewendet haben, sondern auch in ihrer unterschiedlichen Sichtweise.

Peter Heidutzek †

Peter Heidutzek hätte am vergangenen Dienstag seinen 65. Geburtstag gefeiert. Der gebürtige Essener hat am Gymnasium in Borbeck sein Abitur gemacht und anschließend u. a. Kunstwissenschaft und Freie Grafik an der Kunstakademie in Düsseldorf studiert. „Peter begann schon mit fünf Jahren an zu zeichnen, das war seine Berufung“, erinnerte seine Witwe Beatrix Heidutzek an den vor zehn Jahren verstorbenen Künstler. In ihrem Archiv verwahrt sie rund 3000 Linolschnitte und Zeichnungen auf – ein kleiner Teil ist jetzt in der Alten Cuesterey zu sehen.

Peter Schmatolla

1943 im polnischen Klausberg, dem heutigen Zabrze, geboren, kam Peter Schmatolla nach einer Ausbildung als Maler und Lackierer 1989 nach Essen. Seit sieben Jahren widmet sich das Mitglied der „kurve“ und des Kultur-Historischen Vereins Borbeck wieder der Malerei. Auf seinen Spaziergängen durch Borbeck fotografiert er seine Motive, um sie dann auf in Öl die Leinwand zu übertragen. „Farbe begleitet ihn sein ganzes Leben“, weiß sein Kollege Andreas Koerner.

Andreas Koerner

Als langjähriger Leiter der Stadtbibliothek in Borbeck kennt Andreas Koerner den Stadtteil wie kaum ein Zweiter. Der 72-Jährige hat den Kultur-Historischen Verein Borbeck mitgegründet und ist Mitglied des Vereins „kurve“. Schon 1989 stellte er „Zehn Blicke auf die Dionysiuskirche“ aus. Seine 28 Aquarelle, die er für die aktuelle Ausstellung ausgesucht hat, präsentiert er jeweils als Paar in einen Rahmen und eröffnet so neue Ansichten. „Es sind nicht immer die bekanntesten Motive“, kündigt er an und weckt damit die Neugier.

Die Ausstellung „Borbecker Motive“ wird am 16. Mai von Andreas Koerner eröffnet. Auf dem Klavier spielt dazu Annette Laufs den zweiten Satz der Sonate-A-Dur von Franz Schubert.

Am Dienstag, 19. Mai, stellt Andreas Koerner Texte des polnischen Übersetzers Henryk Bereska vor. Und am 22. Mai und 28. Mai, jeweils 19 Uhr, zeigt er per Beamer Aquarelle weiterer Stadtteile.