Bürgerinitiative plant Gründung eines Trägervereins

Die ehemalige Hauptschule Bärendelle in Frohnhausen.
Die ehemalige Hauptschule Bärendelle in Frohnhausen.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Aus der Schule an der Bärendelle sollen Wohnungen werden. Raum für sozio-kulturelle Zwecke soll bleiben. Ein Trägerverein soll sich darum kümmern.

Frohnhausen..  Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Stadtplanung hat, wie berichtet, in seiner jüngsten Sitzung den Verkauf des leerstehenden Schulgebäudes an der Bärendelle an die Stiftung „Mein Wohnen“ beschlossen.

Im Februar hatte die Stiftung Interesse an dem denkmalgeschützten Gebäude aus dem Jahre 1910 bekundet. Das Haus soll umgebaut werden und so sollen 51 Mietwohnungen errichtet werden. Im Erdgeschoss will „Mein Wohnen“ gut 500 Quadratmeter für kulturelle und soziale Zwecke herrichten. Die Räumlichkeiten sollen zu einem symbolischen Mietpreis überlassen werden. Nur die Betriebskosten wären zu tragen. Grenzen werden durch die benachbarten Wohnungen gesetzt. Die Nutzung müsse „wohnverträglich“ sein, wie es damals Reinhard Fleurkens, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung, ausdrückte.

Eine kulturelle und soziale Nutzung wird für das seit 2011 leerstehende Gebäude schon länger gefordert. Im Juli 2013 forderten es Hausbesetzer. Seit August 2013 macht sich die Bürgerinitiative (BI) Bärendelle dafür stark.

Viele Idee zur Nutzung

„Wir müssen jetzt unser Konzept vorlegen“, sagt Ralf Schubert, Vorstandsmitglied der Bürgerinitiative. Ideen für die Nutzung des Erdgeschosses, in dem sich auch die alte Turnhalle befindet, haben er und seine Mitstreiter. Ein breitgefächertes Angebot für alle Altersgruppen und Nationalitäten soll es geben. Das Theater Thesth und ein Sportverein hätten schon Interesse bekundet, Räumlichkeiten nutzen zu wollen. „Besonders wichtig ist uns, dass Senioren hier einen Platz finden werden“, betont Ralf Schubert. Ein kleines Bürgercafé sei daher wünschenswert, aber auch ein Spielraum für Kinder oder ein Reparaturcafé seien angedacht. Und auch mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) liefen bereits Gespräche über eine eventuelle Kooperation. „Die Kinder der ASB-Kita Bärenhöhle könnten ja vormittags zum Beispiel die alte Turnhalle nutzen“, sagt Schubert. Ideen sind da. Die Betriebskosten könne die Bürgerinitiative allerdings nicht allein schultern. „Da müssen wir uns nichts vormachen. Es ist geplant einen Trägerverein zu gründen, der dann auch Fördermittel beantragen kann.“

Viel Hoffnung setzt die Bürgerinitiative auf den 30. Juni. Dann nimmt sie an einem Treffen mit Reinhard Fleurkens und Vertretern der Stadtverwaltung teil. „Es wäre schön, wenn wir dann einen Termin finden können, um die Räumlichkeiten gemeinsam, vielleicht sogar mit dem Architekten, anzuschauen“, erklärt Ralf Schubert. Im Dezember 2013 habe die Stadt einer Gruppe der BI Bärendelle die abendliche Besichtigung zwar erlaubt, „doch im Schein der Taschenlampen konnten wir uns nicht alles ansehen“. Seitdem sei der Zutritt mit dem Hinweis auf die Baufälligkeit des Gebäudes verwehrt worden.