Bauvoranfrage löst in Altenessen-Nord Hoffnung aus

Für dieses Grundstück liegt eine Bauvoranfrage vor.
Für dieses Grundstück liegt eine Bauvoranfrage vor.
Foto: Markus Grenz
Was wir bereits wissen
Dreigeschossiges Wohnhaus mit Ladenlokalen an der Ecke Altenessener-/Strapenhorststraße geplant. Damit weiterer Autohandel keine Chance hat.

Essen-Altenessen..  Es ist zwar nur ein einzelnes Grundstück, aber die jüngsten Entwicklungen an der Ecke Altenessener-/Stapenhorststraße zeigen: Das Problem des überbordenden Autohandels in Altenessen ist zu lösen, wenn auch in kleinen Schritten.

„Uns liegt für das betreffende Grundstück eine Bauvoranfrage für ein Wohn- und Geschäftshaus vor“, berichtet Detlef Robrecht, Abteilungsleiter bei der Bauaufsicht in der Stadtverwaltung. Immer wieder flattern ihm und seinen Kollegen Anfragen und Beschwerden von Nachbarn, Politikern oder Initiativen auf den Tisch, die sich mit dem ausufernden Handel von Fahrzeugen älteren Baujahres oder legalen, halblegalen oder illegalen Werkstätten und ähnlichem im ganzen Essener Norden beschäftigen. Die Verwaltung bemüht sich seit Jahren um eine sogenannte „Politik der Nadelstiche“, überprüft Genehmigungen, bemängelt Anbauten, setzt Fristen und verhängt Bußgelder.

So auch an der Ecke Stapenhorststraße. Hier war längere Zeit der Sitz eines Handels und brachte Anwohner im Jahr 2012 so in Rage, dass sich eine Nachbarschaftsinitiative gründete. „Im hinteren Teil des Grundstücks befand sich ein genehmigter Autohandel. Als der Eigentümer das alte Haus im vorderen Bereich einfach abgerissen hatte, hat er das Geschäft nach vorne erweitert“, erinnert sich der damalige Initiativensprecher und heutige Bezirksvertreter Jürgen Garnitz.

Und er berichtet noch von einer weiteren Anekdote, die man im Umfeld nicht so schnell vergessen wird: „Als er das Haus in Eigenregie abriss, knallte der fast 20 Meter hohe Kamin mitten auf die Altenessener Straße. Da kam erstmal die Feuerwehr.“

Rund 50 Nachbarn trommelte Garnitz zusammen, die sich über zugeparkte Gehwege nahe der Emscherschule, unübersichtliche Verkehrssituationen und Gefahr für die Schüler, Anlieferungen und Abholungen zu allen möglichen Tageszeiten und einiges mehr beschwerten. Auch Detlef Robrecht von der Bauaufsicht kann sich noch gut an das Grundstück und den Betreiber erinnern. „Wir sind hier in der Vergangenheit immer wieder tätig geworden. Es wurden Autos abgestellt und sich nicht an Absprachen gehalten, die Betriebserweiterung war nicht genehmigt und so weiter“, sagt er.

Nun ist das Grundstück – so hört man – verkauft. Garnitz berichtet, dass im vergangenen Herbst auch die letzten abgestellten Fahrzeuge verschwunden sind. Ob der mutmaßlich neue Eigentümer auch wirklich sein dreistöckiges Wohnhaus mit Ladenlokalen im Erdgeschoss bauen wird, wird man sehen. Die Verwaltung findet das Ansinnen „möglich und wünschenswert“, allerdings fehlen Robrecht und seinen Kollegen noch Unterlagen für die abschließende Genehmigung. Doch manche Probleme lösen sich nur etappenweise.