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Ausstellung erinnert an Heinrich Held

11.10.2007 | 15:45 Uhr

Erster Präses der ev. Kirche im Rheinland starb 1957. Kampf gegen Nationalsozialisten

Rüttenscheid. Vor 50 Jahren, am 19. September 1957, starb der erste Präses der Ev. Kirche im Rheinland, Heinrich Held. Aus diesem Anlass zeigt die Ev. Kirche vom 15. Oktober bis 11. November in der Reformationskirche, Julienstraße 39, der ersten Wirkungsstätte Helds, eine Ausstellung über Leben und Wirken des profilierten Protestanten, der sich am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligte. Die Ausstellungseröffnung findet am Montag, 15. Oktober, um 18 Uhr statt.

Heinrich Held wurde am 27. September 1897 in Saarbrücken geboren und nahm als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. Seine Kriegserlebnisse gaben letztlich den Ausschlag dafür, Theologie zu studieren. 1930 wurde er Pfarrer in der Ev. Gemeinde Rüttenscheid. 1933, wenige Monate nach der Machtergreifung Adolf Hitlers, protestierte er gegen die rechtswidrige Einsetzung staatlicher Kommissare in der ev. Kirche und wurde umgehend, als erster ev. Pfarrer, verhaftet.

Während der NS-Zeit versteckte er, zusammen mit Pfarrer Johannes Böttcher und dessen Frau, Juden in den Kellergewölben der Rüttenscheider Reformationskirche - und alle überlebten. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem ehrte ihn im Jahr 2003 posthum mit der Auszeichnung "Gerechter unter den Völkern". Im Nachkriegsdeutschland setzte sich Held dafür ein, die Lebensbedingungen der Bevölkerung zu verbessern.

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