Nijmegen setzt schon lange auf Umweltschutz

Nijmegen..  Der Hauptkonkurrent von Essen kommt aus den Niederlanden: Nijmegen war 2014 auch schon im Finale und landete bei der Vorab-Bewertung auf Platz 2. Wir sprachen mit Ton Verhoeven vom Bewerbungskomitee.

Was muss man über Nijmegen wissen, was zeichnet die Stadt aus?

Die älteste Stadt in den Niederlanden hat eine große Historie, ist aber auch jung: Beim Blick auf die Bevölkerungskurve schlägt Nijmegen in der Kategorie 21 bis 40 Jahre besonders aus. Die Stadt hat fast 170 000 Einwohner. Sie wurde an der Grenze des Römischen Reiches gegründet und ist auch heute auch Grenzstadt. Kleve ist um die Ecke. Für holländische Verhältnisse gibt es viele Berge, also Hügel. Das Stadtbild wird von Parks und Boulevards mit Bäumen geprägt. Außerdem kennt man den Rheinarm Waal. Nijmegen ist eine Wirtschaftsstadt mit Industriegeschichte und dem größten Inlands-Hafen der Niederlande.

Ein interessantes Details zu Nijmegen?

In Nijmegen leben mehr Frauen als Männer. Die Stadt hat im Schnitt die meisten Cafés in den Niederlanden.

Was wissen Sie über Essen?

Viele Bürger von Nijmegen, wie die meisten Holländer, denken bei Essen an Verkehr, Luftverschmutzung und Krach. Nijmegen und Essen, genauer gesagt die Emschergenossenschaft, arbeiten schon seit Jahren zusammen. Deshalb kennen wir die Stadt. Wir haben mit Interesse die führende Rolle von Essen beim Strukturwandel im Ruhrgebiet verfolgt. Wir haben gelernt, dass es viel Grün, Parks und Radwege gibt. Die Nutzung der Industriekultur macht die Stadt spektakulär. Ein Besuch lohnt sich. Wie bei uns.

Warum wird Nijmegen Grüne Hauptstadt?

Die Mischung aus Wissen, Unternehmertum und Offenheit zeichnet die Stadt und ihre Entwicklung aus. Wir haben uns seit den 1970er-Jahren mit Umweltschutz beschäftigt, sozial und intellektuell. Danach haben wir unser Urbanes Labor entwickelt: mit sehr vielen nachhaltigen Projekten, wie Biogas-Bussen und einem besonderen Heizsystem. Die Bevölkerung von Nijmegen wächst, der Energieverbrauch sinkt.