Nicht länger Schlusslicht
15.10.2008 | 19:34 Uhr 2008-10-15T19:34:15+0200VERKEHR. Zahl der Unfälle mit Kindern auf Essener Straßen sank in den ersten neun Monaten dieses Jahres um über 20 Prozent.
Die Talfahrt bei den Kinderunfällen ist gestoppt, die rote Laterne wurde nach Leipzig durchgereicht, Essen ist nicht länger Schlusslicht: Nachdem in 2006 in keiner anderen deutschen Großstadt so viele unter 15-Jährige je 100 000 Einwohner auf den Straßen verunglückt sind wie zwischen Karnap und Kettwig, hat sich die Situation inzwischen deutlich verbessert. Vor zwei Jahren noch ganz unten im Republik-Ranking, konnte die Kommune aufholen und belegt nun nach einer aktuellen Auswertung des statistischen Bundesamtes Platz 6 unter 15 ausgewählten Großstädten.
Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht die Entwicklung: In 2007 verunfallten in Essen 242 Kinder. Das sind 47 oder 16,3 Prozent weniger als noch im Jahr zuvor. Und dieser positive Trend hat sich in diesem Jahr in noch stärkerem Maße fortgesetzt: Bis Ende September registrierte die Polizei 162 Verkehrsunfälle mit Kindern. Verglichen mit den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres bedeutet dies einen weiteren Rückgang - und zwar um über 20 Prozent, wie Friedhelm Neuhaus von der Verkehrsdirektion der Polizei und Karl-Heinz Webels, Vorsitzender der Verkehrswacht gestern betonten. Denn so deutliche Zahlen wollen die Verantwortlichen durchaus als Erfolg verbucht sehen, nachdem sie in den vergangenen Monaten verstärkt durch Aufklärung, Aktionen wie Anzeigen gegen Verkehrssünder und nicht zuletzt durch Gründung einer Kinder-Unfallkommission gegengesteuert haben. 21 Unfallbrennpunkte hat das Gremium inzwischen ausgemacht.
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reiner Zufall alles, nicht mehr