Nicht ganz dicht

Für Wasser und Energie, so haben sie es neulich noch vorgerechnet, geht bei den Sport- und Bäderbetrieben jeder sechste Euro drauf. Da wär’s schon ganz gut, das teuer wärmte Badewasser versickerte nicht so mir nichts dir nichts im Erdreich, doch genau das passiert offenbar im Freibad-Teil des Kombibads in Kettwig.

Bemerkt wurden die Wasserverluste dem Vernehmen nach schon am Ende der vergangenen Saison, doch als man eine Fachfirma das Leck per Kamera aufspüren ließ, blieb die Suche ohne Erfolg. Erst weitere Überprüfungen, von denen noch die Erdhaufen am Beckenrand künden, ergaben: Die Leitung ist in der Tat undicht, sobald die Umwälzpumpe anspringt, und zwar an einer besonders unangenehmen Stelle: unterm Schwimmerbecken. Dem Vernehmen nach ist das Becken teilweise sogar unterspült worden.

Kein Schaden, der sich nicht beheben ließe. Offen ist nur, ob dies bis Anfang Mai klappt, wenn die Sport- und Bäderbetriebe – gutes Wetter vorausgesetzt – eigentlich die Freibädern-Saison einläuten wollten. Baulich ist man dafür in allen anderen Bädern gerüstet: hat im Kombibad Oststadt noch einen Rohrbruch am Springerbecken beseitigt, in Dellwig („Hesse“) eine Trinkwasserleitung verlegt und liegt mit den üblichen Schönheitsreparaturen ansonsten im Plan.

Muss nur noch das Wetter mitspielen. Das verhagelte die 2014er Bilanz mit unbeständigen Phasen, und dem Pfingststurm Ela, der für Zwangspausen zur Baumschädenbeseitigung sorgte. Folge war das schlechteste Ergebnis seit der Fortschreibung der Freibadstatistik bei den Sport- und Bäderbetrieben.

Das aufzuholen, dürfte nicht allzu schwer sein, und wenn doch: Am Preis liegt’s jedenfalls nicht, denn der wird nicht erhöht.