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Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach

02.02.2012 | 18:43 Uhr
Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach
Die Arbeiten an der Dachkonstruktion der neuen Haupttribüne sind bereits fortgeschritten.Foto: Olaf Fuhrmann

Essen.   Hinter dem Georg-Melches-Stadion lässt es sich wie im Zeitraffer beobachten: Plötzlich geht alles ganz schnell. Bis April sollen insgesamt 2000 Einzelteile verbaut werden. Schließlich wird das Dachfachwerk an insgesamt 40 Stützen hängen, 27 Meter werden diese Pylonen über das Spielfeld ragen.

Als Fan von Rot-Weiss Essen möchte man sich die Augen reiben und einfach nur wundern: Eine gefühlte Ewigkeit wurde von einem neuen Stadion geredet. So lange, bis nur wenige noch daran geglaubt haben dürften, dass es eines Tages tatsächlich gebaut würde.

Und nun lässt es sich hinter dem Georg-Melches-Stadion wie im Zeitraffer beobachten: Plötzlich geht alles ganz schnell. Drei der vier Tribünen stehen, in diesen Tagen beginnen die Arbeiten an der aufwendigen Dachkonstruktion. Die ausführende Firma aus Österreich wählt einen vielversprechenden Vergleich: Mit 1300 Tonnen entspricht die Tonnage der Kuppel des Reichstages in Berlin. Und dennoch wirke die Konstruktion „leicht und transparent“.

Bauarbeiten liegen im Zeitplan

Bis April sollen insgesamt 2000 Einzelteile verbaut werden. Schließlich wird das Dachfachwerk an insgesamt 40 Stützen hängen, „eindrucksvolle 27 Meter“ werden diese Pylonen über das Spielfeld ragen, als „sichtbares und markantes Symbol“.

Georg-Melches-Stadion
Initiative will Tribüne von 1956 erhalten

Die Tage des altehrwürdigen Georg-Melches-Stadions an der Hafenstraße sind gezählt, der Abriss ist beschlossene Sache. Das gilt auch für die 1956 fertiggestellte Haupttribüne, dem „deutschen Highbury“, wie es in Anspielung an die berühmte Spielstätte des FC Arsenal London respektvoll hieß. Ein solches Bauwerk darf nicht verschwinden - dies hat sich eine Initiative von Freunden und Fans von Rot-Weiss Essen auf die Fahne geschrieben. Den Anstoß gab Mathis Sommer, gebürtiger Essener und in Berlin als Architekt tätig. Bei einem vollständigen Abbruch verschwände die „materielle Symbolkraft“ des alten Stadions unwiederbringlich, gibt er zu bedenken und warnt: Sollte der sportliche Erfolg von RWE ausbleiben, bliebe eine unterklassige Mannschaft in einem „normalen Stadion“. Die alte Tribüne wäre ein historischer Bezugspunkt und könnte für kulturelle, soziale oder sportliche Zwecke genutzt werden, so Mitinitiator Jörg Lawrenz.

Die Haupttribüne ist sanierungsbedürftig. Deshalb wird ein neues Stadion gebaut, das alte soll für Parkplätze weichen. Auf Grundlage dieser Pläne erteilte die Stadt die Baugenehmigung. Die Fläche vor der neuen Arena wird aufgeschüttet, die alte Tribüne, bliebe sie denn stehen, würde einige Meter tief verschwinden. „Wir müssen Überzeugungsarbeit leisten“, weiß Lawrenz. Viel Zeit bleibt der Initiative nicht.

Noch bedarf es dafür reichlich Phantasie. Noch prägt Beton den ersten Eindruck. Da das Wetter bislang mitgespielt habe, liegen die Bauarbeiten im Zeitplan heißt es. Nun wird am Innenausbau gearbeitet, an Heizung, Lüftung...

Die neue Regionalligasaison soll im Mai im neuen Stadion eröffnet werden, ein Jahr später soll die „erste Ausbaustufe“ des Stadion mit der vierten Tribüne vollendet sein. 20.000 Zuschauer wird es Platz bieten, verteilt auf 9000 Steh- und 11.000 Sitzplätze.

Ob es ein ganz „normales Stadion“ sein wird oder eines, in dem sich der vielbeschworene „Mythos Hafenstraße“ weiterleben lässt, wird sich erweisen müssen. Es liegt an RWE, am sportlichen Erfolg.

Eine Baustelle gilt es dafür zu schließen: Noch verhandeln Verein und Stadionbetreiber über die finanziellen Rahmenbedingungen. So viel steht laut städtischer Grundstücksverwaltung GVE fest: In der Regionalliga muss RWE nichts zahlen. Spielt der Verein höherklassig, verlangt die GVE eine Umsatzbeteiligung, gestaffelt je nach Liga.

Marcus Schymiczek

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Kommentare
09.02.2012
13:36
Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach
von Koenigsblau204 | #5

@#4
Den Mythos Hafenstraße wird es immer geben, weil Ihr das Glück habt, an gleicher Stelle neu zu bauen. Zwar ist Schalke nicht mehr Glückauf Kampftbahn, aber immerhin steht die neue Arena neben dem alten Parkstadion.

Mehr ging z.B. bei Borussia Mgladbach verloren, die an einen komplett neuen Ort ziehen mußten.

In dem Sinne. Ich freu mich auf das erste Spiel unserer zweiten im neuen Stadion. Wir auf der West, Ihr auf der "alten West"...

05.02.2012
19:20
Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach
von rwefortune | #4

Den Mythos Hafenstrasse wird es nicht mehr geben, und das ist gut so. Es wird Zeit die alten Zöpfe abzuschneiden, und den Verein neu so aufzustellen, wie es die heutigen Zeiten erfordern. Die neue Arena wird hoffentlich klein aber fein. Nur laufen wir in Essen anderen Vereinen hinterher. Schalke ist nicht mehr Glückauf Kampfbahn, und Kaiserslautern ist schon lange nicht mehr Betzeberg. So ist es überall in Deutschland, und da wollen wir mit unserem RWE mal wieder hin. RWE gut für Essen, gut für uns.
In diesem Sinne NUR DER RWE

1 Antwort
Mythos?
von TrollUser | #4-1

Überall diese leere Worthülse "Mythos". - was ist denn dieser "Mythos" von RWE und der Hafenstraße`?

04.02.2012
09:03
Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach
von xdiexgedankenxsinnfreix | #3

# Nr 1 AntonC
Leider nur "Neue Spielstätte" für RWE. Das Stadion wird doch nicht als RWE Stadion, sondern als städtische Sportarena errichtet.
Okay, ich stehe jetzt öfter mal an der Brücke über die Berne und schaue auf die Baustelle.
Auf die neue Heimat, denn auf die Alte freut sich kein hoffnungsvoller Nachwuchsbreitensportler in Essen. Ein Identifikationssymbol wie RWE, eine Möglichkeit
überregional Aufmersamkeit erwecken zu können ist auch für den Breitensportler interessant. Eine Stadt wie Essen mit einer Stadionruine ist lächerlich. Bitte AntonC. lies auch meine Antwort auf Deinen Kommentar.

03.02.2012
16:31
Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach
von dergutepott | #2

Die Information darüber, dass Rot Weiss als Regionaligist nichts für die Nutzung des neuen Stadions bezahlen müsse ist nicht ganz richtig.
Auch das neue Stadion ist eine städtische Sportanlage.
Für die Nutzung städt. Sportanlagen hat der Rat am 05.10.2010 eine Nutzungsordnung http://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/52/gebhrensatzung_sport.pdf beschlossen.
Lt. dieser Gebührensatzung werden alle Amateurvereine im gleicher Höhe mit relativ geringen Nutzungsgebühren belastet.
Nur für Profivereine gilt ein höherer Nutzungstarif.
Zum Kreis der Profivereine zählt man als Fussballverein erst ab 3. Liga.

03.02.2012
13:43
Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach
von AntonC | #1

In der Regionalliga muss RWE nichts zahlen.

Super, viele Millionen für Pseudoamatuere und der Essener Breitensport geht am Krückstock.

4 Antworten
Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach
von badday | #1-1

Gäääääääääääääääääääähn

Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach
von AntonC | #1-2

Was ist besser und wichtigen? Anderen bei Sporttreiben zuzuschauen oder sich selbst zu bewegen? Leider werden in Essen Sportstätten geschlossen, die aktiv Sporttreibenden ausgeschlossen. Statt dessen wird des Steuerzahlers Geld für biertrinkende Nichtsportler ausgegeben. Tolle Stadt.

Neues Stadion von Rot-Weiss Essen bekommt was aufs Dach
von xdiexgedankenxsinnfreix | #1-3

Lieber AntonC,
Du hat vollkommen Recht. Ganz sicher bist Du ein großer Freund des Breitensportes.
Denn wer so einen Blödsinn postet, ist ganz sicher breit wie eine Eule!
Prost!

Blockierter Kommentar.
von TrollUser | #1-4

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